
Gedanken zu Losung und Lehrtext von Hans Löhr, evang. Theologe und Pazifist
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Gold und Silber ebl

Mittwoch, 20. Oktober 2010
Kein Cola-Automat ebl
A. Losung: Ich bete zu dir, HERR, zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe. Psalm 69,14B. Lehrtext: Christus spricht: Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun. Johannes 14,14
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde,
"Ich bete zu dir, HERR, zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe" (Psalm 69,14) - so lautet die heutige Losung aus dem Alten Testament. Um zu verstehen, was mit der 'Zeit der Gnade' gemeint sein könnte, lese ich in der 'Guten Nachricht', einer neueren Bibelübersetzung, den Psalmvers nach. Dort steht: "Doch ich bete zu dir, Herr! Hilf mir in der Stunde, die du bestimmst! Du bist so reich an Güte, darum erhöre mich. Du bist doch der Retter, auf den Verlass ist."
Wir können also, das wird uns heute zugesagt, jederzeit Gott um Hilfe bitten. Aber zugleich müssen wir uns dessen bewusst sein, dass Gott kein Colaautomat ist: Geld rein, Flasche raus - dieses System funktioniert nicht. Denn Gott sieht weiter und weiß mehr als wir - daher bestimmt er, wie und wann Hilfe für uns einsetzt. Also sind wir herausgefordert, auf Gottes GUTEN Willen für uns zu vertrauen und manchmal geduldig zu sein.
Auch Jesus macht uns Mut, uns voller Vertrauen an ihn zu wenden: "Wenn ihr mich um etwas bittet und euch dabei auf mich beruft, werde ich eure Bitte erfüllen." Trauen wir uns also, mit unseren Bitten zu ihm zu kommen!
Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen / Euch
Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr
Montag, 18. Oktober 2010
Wo steht unser Stall? ebl
A. Losung: Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber mein Volk versteht's nicht. Jesaja 1,3B. Lehrtext: Daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. 1.Johannes 2,3
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Leserinnen und Leser,
es hat mich, wenn ich früher ab und zu einen Ausritt gemacht habe, immer gewundert, mit welch instinktiver Sicherheit mein Pferd wusste, wann es wieder Richtung Heimat ging. Wir konnten noch so weit vom Stall entfernt sein - ging es für die Fuchsstute in die richtige Richtung, also nach Hause - dann beschleunigte sie ihren Schritt, hob den Kopf und schnaubte erwartungsvoll angesichts einer Schütte Hafer, die dort wartete. Die heutige Losung knüpft an meine Erfahrung mit ähnlichen Bildern an: "Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber mein Volk versteht´s nicht." (Jesaja 1,3) Wir Menschen stellen uns, so beobachtet der Prophet Jesaja, als Gläubige wohl manchmal ziemlich an. Sei es, weil wir die falschen Prioritäten setzen oder auf die Begleitung und Hilfe Gottes HEUTE doch nicht so recht trauen. Woran würden andere Leute erkennen, "wo unser Stall steht", was uns wichtig ist und prägen darf? Johannes gibt im Neuen
Testament eine ganz einfach Antwort auf diese Frage:
"Daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten." (1.Johannes 2,3)
Einen gesegneten Start in die neue Woche wünscht Ihnen und Euch
Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr
Samstag, 16. Oktober 2010
frei! hl
A. Losung: Der HERR macht die Gefangenen frei. Psalm 146,7B. Lehrtext: Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Matthäus 5,10
Liebe Leserin, lieber Leser,
frei! 69 Tage zwischen Angst und Hoffnung in mehr als 600 Metern Tiefe gingen glücklich zu Ende. Nie zuvor waren Bergleute so lange unter Tage gefangen. Zahllose Menschen haben weltweit an den Fernsehapparaten Tränen vergossen, als sie Zeugen wurden, wie ein Kumpel nach dem andern aus dem Gefängnis im Bauch des Berges befreit worden ist. Ebenso weltweit hatten zuvor Menschen für die Rettung der Kumpel gebetet und danken jetzt Gott, dass er die Gebete erhört hat.
Aber es gibt auch eine andere Sichtweise. Gestern stand auf Seite 3 der Süddeutschen Zeitung ein Artikel mit folgendem Satz: »Gerade bei der Rettung von Chile war es eben nicht göttliche Fügung, Es waren keine metaphysischen Wunder ...: Es war die menschliche Anstrengung, und es war ein unerschütterlicher Glaube – nicht an Gott, sondern an den Erfolg. Und somit an uns selbst.« (SZ, 15.10.2010, Seite 3).
Dem halte ich schlicht und einfach das Wort aus der heutigen Tageslosung entgegen : "Der Herr macht die Gefangenen frei." Unser Glaube verändert die Sicht auf die Welt und unser Leben radikal. Entweder sind wir Zufallsprodukte ohne besonderen Wert, die von den Zufällen des Lebens hin und her geworfen werden. Oder wir sind Gottes geliebte Geschöpfe, einzigartig und wertvoll nicht durch und aus uns selbst heraus, sondern weil wir uns nicht selbst gehören, sondern ihm.
Ich glaube – beweisen kann ich es nicht – dass Gott die Gefangenen in ihren Gefängnissen, wo auch immer sie sich befinden, nicht vergisst. Joseph, Jakobs Sohn, schmachtete 14 Jahre unschuldig im Gefängnis der Ägypter. Andere hätten vielleicht aufgegeben und Gott vergessen. Aber Joseph vertraute weiterhin auf ihn. Und schließlich wurde sein Vertrauen nicht enttäuscht. "Gib nie auf, niemals!" – Das ist ein Satz, den die Schüler der 4. Klasse bei mir lernen, wenn ich mit ihnen die Josephsgeschichte durchnehme.
Und auch heute sitzen nicht wenige im Gefängnis, weil sie sich für die Menschenrechte einsetzen, wie der diesjährige Träger des Friedensnobelpreises aus China Liu Xiaobo, oder weil sie an ihrem Glauben festhalten. Jesus nennt sie "selig" und sagt mit dem Bildwort "Himmelreich", dass sie zu Gott gehören. Wir können froh und dankbar sein, dass wir zur Zeit in Deutschland weder wegen unseres Glaubens noch wegen unseres Engagements für Menschenrechte, Frieden und Bewahrung der Schöpfung verfolgt und eingesperrt werden. Das war früher zur Zeit der Nazis und der DDR-Kommunisten anders. Das kann auch in Zukunft wieder anders werden, wenn der offensive Atheismus, wie er in jenem Artikel der Süddeutschen Zeitung vertreten wird, in Aggression und Verfolgung umschlägt. Beten wir, dass es nicht dazu kommt. Aber wundern wir uns nicht allzu sehr, wenn es doch geschieht.
Herzliche Grüße
Hans Löhr
Freitag, 15. Oktober 2010
Auf der Flucht von Gott zu Gott hl
Lehrtext: Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. 1.Johannes 5,12
Liebe Leserin, lieber Leser,
schroff und kompromisslos kommen die Bibelworte der Tageslosung und des Lehrtextes heute daher. Dass Gott auch zornig sein kann, wollen wir heutigen Christen lieber nicht wahrhaben und schon gar nicht, dass er uns schlägt. Ist er denn nicht ein lieber Gott? Frühere Generationen haben Schicksalsschläge durchaus als Schläge eines zornigen Gottes verstanden und sie zum Anlass genommen, ihr Leben von Grund auf zu überprüfen und neu an seinem Wort und Willen auszurichten. Schicksalsschläge gibt es immer noch, und sie können jeden von uns jederzeit treffen. Die Frage ist, ob auch die harten und dunklen Seiten des Lebens etwas mit Gott zu tun haben. Und wenn nein, womit dann. Ich lasse diese Frage jetzt einfach mal so stehen, damit jeder selbst darüber nachdenken und eine Antwort für sich finden kann. Wer trotzdem die Ansicht meiner Frau oder von mir dazu wissen will, kann uns ja eine E-Mail schreiben.
Auch zum Lehrtext ist dieses Mal nicht viel zu sagen. Entweder – oder, heißt es da. Entweder du glaubst an Jesus Christus und empfängst von ihm das Leben, das er dir geben will, oder du glaubst nicht und gehst leer aus. Vielleicht läuft es letzten Endes darauf hinaus. Aber Jesus sagt zu uns nicht "Vogel friss oder stirb". Er geht uns vielmehr nach wie ein Hirte seinem Lamm, das sich verlaufen hat, um uns in die Gemeinschaft mit Gott zurückzubringen, - wenn uns denn daran liegt, dass wir uns von ihm finden lassen wollen.
Nachdenklich grüßt
Hans Löhr
Donnerstag, 14. Oktober 2010
Streit in der Kirche hl
A. Losung: Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Sprüche 1,7B. Lehrtext: In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Kolosser 2,3
Liebe Leserinnnen und Leser,
heute mute ich Ihnen /Euch einen etwas längeren Abschnitt zum Lesen und Mitdenken zu.
Die Kirchenleitung unserer bayerischen Landeskirche (1) möchte die Präambel (2) des Grundartikels unserer Kirchenverfassung durch einen Zusatz verändern, der das Verhältnis unserer Kirche zum Judentum beschreibt. Darüber ist in unserer Kirche ein Streit ausgebrochen. Denn in der Präambel der Kirchenverfassung steht, was die evangelischen Christen in Bayern glauben und bekennen. So sollen wir alle miteinander künftig bekennen und glauben, was in der Ergänzung steht: "Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ... bezeugt mit der Heiligen Schrift die bleibende Erwählung des Volkes Israel und weiß sich dem jüdischen Volk geschwisterlich verbunden."
Unstrittig ist, dass wie unser Volk so auch unsere Kirche eine besondere historische Verantwortung und Verpflichtung den Juden gegenüber hat, dass keinerlei antisemitische Tendenzen mehr geduldet werden dürfen. Verständlich ist, dass man dies auch nach außen hin deutlich machen möchte. Ich persönlich hätte auch kein Problem damit, die "bleibende Erwählung des Volkes Israel" zu bezeugen und "dem jüdischen Volk geschwisterlich verbunden" zu sein. Mein künftiger Schwiegersohn Brian ist beispielsweise eine liebenswürdiger und feinsinniger amerikanischer Jude. Aber hier geht es nicht darum, wozu ich persönlich bereit bin oder was mir sympathisch ist, sondern ob das, was in der Ergänzung zur Präambel steht, durch die Bibel (= das Wort Gottes) gedeckt ist. Und das ist es meines Erachtens nicht!
Damit sind wir bei der heutigen Tageslosung. "Die Furcht des Herrn", das ist der Respekt vor seinem Wort und den Menschen in der Bibel, die sein Wort bezeugt haben wie zum Beispiel die Propheten, Evangelisten und Apostel. Wenn man die Bibel im Ganzen liest und nicht nur einzelne Stellen heraus nimmt, kann von einer "bleibenden Erwählung des Volkes Israels" so nicht die Rede sein. Gerade in dem Abschnitt der Bibel, auf den sich die Befürworter der Ergänzung stützen (3), lesen wir, dass der dreieinige Gott selbst die Zweige (das sind die Anhänger des alten jüdischen Glaubens) aus dem heiligen Ölbaum (4) ausgebrochen hat bis auf einige, die zum Glauben an Jesus gekommen sind (5). Stattdessen hat er die Heiden "eingepropft", Nichtjuden, die sich haben taufen lassen und Christen geworden sind. Ihnen sollen es die Juden gleich tun (6). Wenn aber, so Paulus, die Juden nicht im Unglauben bleiben (und nun ebenfalls Jesus Christus als ihren einzigen Herrn und Gott annehmen), kann der dreieinige Gott sie in den Ölbaum wieder einpfropfen (7). Dann sind auch sie wie die anderen Christen bleibend erwählt und werden (!) unsere Geschwister durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus. Dann werden auch sie Gottes Barmherzigkeit erlangen (8). Anders gesagt, Juden sind auf Hoffnung hin (in einer zukünftigen Zeit) erwählt und auf Hoffnung hin Geschwister im gemeinsamen Glauben an Jesus Christus. Dann aber ist es unsere Aufgabe, sie als Christen jetzt schon zu diesem Glauben einzuladen.
Mir mag das gefallen oder nicht. Das mag nach unseren heutigen Maßstäben tolerant erscheinen oder nicht, politisch korrekt sein oder nicht. Das alles spielt keine Rolle. Einzig und allein zählt das Zeugnis der Bibel. Von mir wird zu Recht verlangt, in diesem wie in allen anderen Fällen, Gottes Wort zu respektieren aus Ehrfurcht vor dem, der es uns gegeben hat und um zu erkennen, was es besagt (Losung). Diese Einsicht gewinnen wir in Christus selbst, in dem die Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind (Lehrtext).
Das glaubt
Ihr / Euer Hans Löhr
PS: Bei Interesse bitte nachlesen Neues Testament, Brief an die Römer Kapitel 9-11, besonders Kapitel 11,1-32
Anmerkungen:
zu (1) Bestehend aus Landesbischof, Landessynode, Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss
zu (2) Eine Präambel (Einleitung) soll der Darstellung von Motiven, Absichten, Zwecken durch ihre Verfasser dienen und darlegen, was in unserer Kirche geglaubt und bekannt wird.
zu (3) Neues Testament, Römerbrief Kapitel 9 bis 11
zu (4) Ein Bild für das Volk Israel, das Gott sich in Abraham erwählt hatte, damit es sein heiliges Volk sei.
zu (5) Siehe Römer Kapitel 11, Verse 17-20
zu (6) Siehe Römer Kapitel 11, Vers 11
zu (7) Siehe Römer Kapitel 11, Vers 23
zu (8) Siehe Römer Kapitel 11, Vers 31
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Der Fürsprecher hl
A. Losung: Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. Psalm 27,8B. Lehrtext: Christus ist eingegangen in den Himmel, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen. Hebräer 9,24
Liebe Leserin, lieber Leser,
was in der heutigen Tageslosung steht, ist für mich Glaube. Ich soll dem, was Gott mir in der Bibel Gutes zusagt, vertrauen. Und wenn ich ihn dann brauche, soll ich im Gebet zu ihm kommen und ihm kühn seine Zusagen vorhalten. Etwa so:
"Ich bin gerade so mutlos, doch du, Herr, hast gesagt »Ich wohne bei den Verzagten und gebe ihnen Hoffnung und neuen Mut (Jesaja 57,15b)«. Also tu was du sagst, bitte!" Oder "Ich trage schwer an meiner Schuld. Doch du, Gott, hast versprochen, dass du sie mir vergibst" (Jesaja 43,25) Oder "Du, Herr, hast mir doch dein Wort gegeben, dass du mit mir sein, mich stärken und mir helfen willst (Jesaja 41,10). So halte nun dein Wort, denn ich brauche dich jetzt."
Das ist ein Glaube, wie er Gott gefällt. Und er wird dich nicht übersehen.
Doch damit ich Gott sein eigenes Wort vorhalten und ihn bitten kann, es zu halten, muss ich es kennen. Gott erfüllt nicht irgendwelche Wünsche, sondern seine Verheißungen (D. Bonhoeffer). Mit ihnen komme ich zu ihm (= vor sein Angesicht) und vertraue, dass er sie auch für mich erfüllt.
Doch wo finde ich das Angesicht des Allmächtigen? Ich finde es in Jesus, der von sich sagt: "Wer mich sieht, der sieht den Vater." (Joh 14,9) Und der zu dir und zu mir sagt: "Bittet, so wird euch gegeben. Klopft an, so wird euch aufgetan!" (Lukas 11,9) Er, Jesus, bringt unsere Bitten vor Gott. Gut, dass wir diesen Fürsprecher haben.
Herzliche Grüße
Ihr / Dein Hans Löhr
Montag, 11. Oktober 2010
Einsam und gemeinsam hl

Freitag, 8. Oktober 2010
Wind & Feuer ebl
A. Losung: Du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern. Psalm 104,4B. Lehrtext: Gott wirkt alles nach dem Ratschluss seines Willens, damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit. Epheser 1,11-12
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde,
heute ist ein Ausschnitt aus einem begeisterten Lied über unsere schöne Welt die biblische Losung des Tages: "Du, Gott, machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern." (Psalm 104,4) Im reinigenden Sturm, in tanzenden Flammen, im klaren Licht, in wunderbaren Wokenformationen, im glitzernden Wasser sieht der Komponist unseres Psalms Spuren davon, wie genial Gott ist.
Auch der heutige Lehrtext bezieht sich auf die Genialität unseres himmlischen Vaters, diesmal stehen aber wir Menschen im Zentrum: "Gott wirkt alles nach dem Ratschluss seines Willens, damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit." (Epheser 1,11-12) Die freie Bibelübersetzung 'Willkommen daheim' übersetzt diese Verse als ein Gebet, in das ich einstimme: "Wir preisen dich dafür, Vater, dasss du bei all dem, was du vorhast, auch an uns gedacht hast. Wir, die wir schon jetzt unsere ganze Hoffnung auf Jesus setzen durften und einen festen Platz in deinem Heilsplan haben, preisen deine Herrlichkeit. Amen."
Einen innerlich und äußerlich sonnigen Tag wünscht Ihnen / Euch
Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Ein Donnerstag von Gott ebl

B. Lehrtext: Wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland. Johannes 4,42
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Unverdiente Hilfe ebl
A. Losung: Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Jeremia 14,7B. Lehrtext: Auch wenn das Herz uns verurteilt: Gott ist größer als unser Herz und erkennt alles. 1.Johannes 3,20
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Leserinnen und Leser,
als Losung für heute lesen wir bei einem der Propheten im Alten Testament: "Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen!" (Jeremia 14,7)
Wir würden heute sinngemäß wohl so beten: "Ach Gott, ich weiß, dass ich in diesem oder jenem Fall Mist gebaut habe. Und jetzt bade ich die Folgen aus - und bitte dich trotzdem: Hilf mir! Auch wenn ich nur zu gut weiß, dass ich mir die Suppe selber eingebrockt habe ..."
Im Lehrtext aus dem Neuen Testament lesen wir zu diesem Thema: "Wenn unser Herz uns anklagt, weil unsere Liebe doch immer Stückwerk bleibt, (...) dürfen wir wissen: Gott ist größer als unser Herz und weiß alles, er kennt unser Bemühen wie unsere Grenzen." (1.Johannes 3,20)
Damit ist das Stichwort gegeben: "Unser Bemühen". Mehr will Gott, unser Freund und Lebensbegleiter, nicht. Weil er weiß, dass wir Schwächen und Grenzen haben, die wir in diesem Leben nicht loswerden. Das, was darüber hinaus geht, ist Gottes Sache. Bauen wir auf seine Vergebungsbereitschaft und seine Fähigkeit, uns auch dann helfend unter die Arme zu greifen, wenn wir es nicht 'verdient' haben.
Trotz grauer Nebelschwaden viel Sonne im Herzen wünscht Euch / Ihnen
Eure / Ihre Elfriede Bezold-Löhr
Dienstag, 5. Oktober 2010
Augenstern ebl
Losung: Gott behütete sein Volk wie seinen Augapfel. 5. Mose 32,10Lehrtext: Wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. 1. Johannes 4,16
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Leserinnen und Leser,
als unsere Kinder noch klein waren, habe ich sie manchmal abends am Bett noch einen Satz vollenden lassen, der sich ihnen ganz tief einprägen sollte: "Und nie vergessen: Du bist mein ----- ?" "Augenstern!" kam es von beiden, ohne überlegen zu müssen.
Diese Szene sehe ich vor meinem inneren Auge, wenn ich die heutige Tageslosung lese: "Gott behütete sein Volk wie seinen Augapfel." (5.Mose 32,10) Gott ging mit den Israeliten durch Niederlagen und Triumphe, er ließ sie nicht aus den Augen und blieb an ihrer Seite. Mit Jesus ist diese Liebe Gottes von einem auserwählten Volk auf uns alle übergegangen, die wir uns zu Gott zugehörig wissen.
Im Lehrtext lesen wir: "Wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat." (1.Johannes 4,16) Damit wir ansatzweise ahnen können, was das bedeutet, dürfen wir die Gefühle, die wir geliebten Menschen entgegen bringen und sie uns, als helfendes Beispiel nehmen. Nur eines sollten wir dabei nicht vergessen: Sie sind nur ein Abglanz dessen, was Gott für uns einzusetzen bereit war und bereit ist.
Zieht daraus die Kraft für den heutigen Tag.
Ihre / Eure
Elfriede Bezold-Löhr
Montag, 4. Oktober 2010
Sag's deinem Gesicht! hl
A. Losung: Herr, lass deiner sich freuen und fröhlich sein alle, die nach dir fragen. Psalm 40,17B. Lehrtext: Jesus sprach: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. Lukas 19,5-6
Liebe Leserin, lieber Leser,
nein, es genügt nicht, dass du es in deinem Kopf weißt, dass Gott dir in deinem Leben schon viel Gutes getan hat. Du musst es auch deinem Gesicht sagen. Freilich, jeder ist mal schlecht drauf. Jeder lässt mal den Kopf und die Mundwinkel hängen. Und eine aufgesetzte Fröhlichkeit macht noch keinen Christen aus. Aber ein Trauerkloß auch nicht. Und ein moralinsaures Zeigefingerchristentum erst recht nicht.
Evangelium heißt auf Deutsch Froh-Botschaft und nicht Droh-Botschaft. Das Leben ist schon ernst genug, da soll wenigstens der Glaube Freude machen. Der Teufel und seine Gesellen kennen nur die Schadenfreude. Gott aber freut sich aufrichtig über jeden, der zu ihm findet und kommt ihm in Jesus entgegen. Grund genug, das auch deinem Gesicht zu sagen.
Freilich, jeder ist mal schlecht drauf. Jeder lässt mal den Kopf und die Mundwinkel hängen. Ein Christ aber nur auf Zeit. Dafür macht uns Gott einfach zu viel Freude..
Er segne Sie / Dich in der neuen Woche!
Hans Löhr
Freitag, 1. Oktober 2010
Brocken in der Suppe hl
Losung: Das alles hast du dir doch selbst bereitet, weil du den HERRN, deinen Gott, verlässt, sooft er dich den rechten Weg leiten will. Jeremia 2,17Lehrtext: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Johannes 3,36
Liebe Leserin, lieber Leser,
manchmal rühren wir missmutig in unserer Lebenssuppe. Sie schmeckt vor allem dann nicht, wenn wir sie uns selbst eingebrockt haben. Dann müssen wir sie auch auslöffeln.
Was man sich da eingebrockt hat, weiß jeder selbst am besten: Wir haben falsche Entscheidungen getroffen und müssen nun mit den Folgen leben. Wir haben uns nicht richtig verhalten. Jetzt lassen die anderen uns das spüren. Unser Lebenswandel lässt zu wünschen übrig: zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol oder Süßigkeiten, zu wenig Bewegung, zu wenig Gemüse und zu viel Fleisch. Jetzt müssen wir es büßen. Wenn - dann, so heißt das Naturgesetz der Kausalität.
In der Bibel ist vom Tun-Ergehen-Zusammenhang die Rede: Was du tust oder unterlässt wirkt sich darauf aus, wie es dir ergeht. Das leuchtet ein und stimmt auch mit unserer Erfahrung überein.
Aber merkwürdiger Weise gibt es auch etwas anderes. Du hast die falsche Berufswahl getroffen, aber das lässt sich korrigieren. Die ungesunde Lebensweise hat dich krank gemacht, aber du wirst wieder gesund. Du hast einen anderen beleidigt, aber er verzeiht dir ...
Hier kommt der Glaube, besser, hier kommt Gott ins Spiel. Es stimmt schon, wenn du nicht nach ihm fragst, gehst du leicht in die Irre. Aber wie der Hirte sein verlorenes Schaf sucht, so sendet Gott Christus, um dich zu ihm zurück zu bringen. Er ist es, der dir jeden Tag eine neue Chance gibt. Denn seine Treue und Gnade ist jeden Morgen neu. Gott ist immer für Überraschungen und Wunder gut, auch in deinem Leben. Verhängnisvoll ist nur das eine, wenn du dem lebendigen Gott und mit ihm Jesus Christus den Rücken kehrst und dich von ihm nicht mehr finden lassen willst. Dann hast du dich selbst von der Quelle des Lebens abgeschnitten und musst sehen, wie du allein zurecht kommst. Dann musst du die Suppe selber auslöffeln, die du dir eingebrockt hast, bis auf den Grund.
Herzliche Grüße
Hans Löhr
Donnerstag, 30. September 2010
Freiheit hl
Lehrtext: Ihr seid zur Freiheit berufen. Durch die Liebe diene einer dem andern. Galater 5,13
Liebe Leserin, lieber Leser,
gut, dass uns das heutige Bibelwort mal nichts angeht. (Aber deshalb dürfen Sie / darfst Du trotzdem weiter lesen). Wir haben vielleicht alle möglichen Sorgen. Doch eine Sorge haben wir nicht. Wir sind nicht eingesperrt. Wir sind frei. Und weil etwas, das nicht ist, uns nicht weiter auffällt, bedenken wir nicht, wie gut es uns trotz möglicher anderer Sorgen in diesem Augenblick geht. Wir schmachten in keinem Gefängnis, in keinem Kriegsgefangenenlager, in keiner geschlossenen Abteilung eines Bezirkskrankenhauses. Keine Geheime Staatspolizei (GeStaPo), kein Staatssicherheitsdienst (Stasi) bedroht uns. Wir können unsere Meinung frei äußern und lauthals auf die Regierung in Berlin schimpfen. Wir können frei unseren Glauben leben und unbehindert Gottesdienst feiern. Wir können uns für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen, ohne dass wir etwas zu befürchten haben. Und deshalb, so meine ich, ist es gut, dass wir bei allen anderen Dingen, die uns vielleicht gerade belasten, einmal kurz innehalten und einfach nur Gott danken, dass wir frei sind in einem freien Land und Rechtsstaat.
Geht uns das heutige Bibelwort wirklich nichts an? Doch. Da sind eben zahllose andere, die all diese Freiheiten nicht haben, die unschuldig im Gefängnis sitzen oder gar gefolteret werden. Diese Menschen dürfen wir nicht vergessen. Für sie sollen wir wenigstens beten. Darüber hinaus gibt es die Gefangenen Hilfsorganisation Amnesty International, die sich um solche Gefangene kümmert. Sie braucht Menschen wie Dich und mich, die an die Regierungen der entsprechenden Länder Briefe mit der Bitte um Freilassung schreiben und so deutlich machen, dass die Gefangenen nicht vergessen sind, dass da überall auf der Welt Menschen sind, die ein Auge auf die Gefängnisse haben. Auf diese Weise haben viele Gefangene wieder neue Hoffnung geschöpft und sind dann doch überraschend frei gekommen (amnesty international im Internet: http://www.amnesty.de Bankverbindung: amnesty international, Konto-Nr.: 80 90 100, Bank für Sozialwirtschaft (BfS) Köln, BLZ: 370 205 00).
Eine große Gnade ist es aber auch, dass wir innerlich frei sind und nicht wie Sklaven die Anweisungen irgendwelcher Sektenführer befolgen müssen. Wir müssen nicht bestimmte Essensvorschriften und Kleidervorschriften beachten. Niemand schreibt uns vor, welchen Menschen wir lieben und heiraten sollen. Niemand verlangt von uns, unsere Zeit und unser Einkommen in den Dienst einer bestimmten Ideologie oder Gruppierung zu stellen. Wir sind freie Kinder Gottes, die sich aus freien Stücken an ihren Herrn und Gott binden, damit sie nicht in die Abhängigkeit von Menschen und Süchten geraten. Ja, unsere Bestimmung von Gott ist es, frei zu sein, nicht um die Freiheit zu missbrauchen, sondern um sie recht zu gebrauchen. Die Freiheit eines Christenmenschen ist, wie Martin Luther geschrieben hat, eine Freiheit im Glauben durch den wir über alle Dinge Herr sind, aber zugleich auch eine Freiheit zum Dienst am Nächsten durch die Liebe. Diese doppelte Freiheit ist es, durch die wir auch in einem äußerlich freien Land erst richtig frei werden.
Herzliche Grüße
Ihr /dein Hans Löhr
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt.
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Mittwoch, 29. September 2010
In allem, was du tust hl
Lehrtext: Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Mazedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Mazedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Apostelgeschichte 16,9-10
Liebe Leserin, lieber Leser,
"Gott ist mit dir, in allem, was du tust." Diesen Satz sprachen ein gewisser Abimelech und Pichol zu Abraham. Das wird ihm bestimmt gefallen haben. Mir würde das auch gefallen. Würde es doch zum Ausdruck bringen, dass mir alles gelingt, was ich anfange. Aber so ist es nun mal nicht. Ist dieser Satz deshalb falsch? Ist er vielleicht gar nicht für mich gedacht? Doch. Was Gott für Abraham tut, das kann er auch für dich und für mich tun. Warum sonst sollten wir uns mit den alten Geschichten aus der Bibel befassen, wenn sie uns nicht beträfen?
Ich verstehe den Satz im Rückblick auf mein bisheriges Leben so, dass Gott in allem, was ich tat, dabei war und manchen Fehler, den ich gemacht habe, korrigiert hat. Manchen Weg, den ich ganz gern gegangen wäre, hat er mich nicht gehen lassen. Manche Schuld hat er mir verziehen und auch Schwieriges hat er zum Segen für mich gemacht. Aber natürlich hat er auch manche Mühen gesegnet und manche Arbeit gelingen lassen. In der Rückschau kann ich sagen: Ja, Gott hat mich unsichtbar durch mein Leben geleitet, durch Gefahren und Gefährdungen hindurch. In einem alten Lied heißt es: "Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte." Daraus schöpfe ich die Zuversicht, dass er auch morgen mit mir sein wird in allem, was ich tun werde.
Ich glaube, Gott hat für jeden Menschen einen Ruf. Aber nicht jeder hat ein Ohr dafür. Paulus hat selbst noch im Schlaf gehört. Ein so feines Ohr habe ich nicht. Aber ich kann Gott bitten, mit mir geduldig zu bleiben und mich so oft zu rufen, bis ich ihn endlich gehört habe.
Herzliche Grüße
Hans Löhr
PS: Dasselbe Bibelwort wurde auch für den 28. Januar 2013 ausgelost. Hier die Auslegung: Überraschung mit der Tageslosung
Dienstag, 28. September 2010
Heilkraft der Liebe hl
A. Losung: Meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil tritt hervor, und meine Arme werden die Völker richten. Jesaja 51,5B. Lehrtext: Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. Apostelgeschichte 17,31
Liebe Leserin, lieber Leser,
an Jesus scheiden sich die Geister und das schon seit 2000 Jahren.
Es mag viele vernünftige Gründe geben, ihn abzulehnen. Oder ihn höchstens als einen besonderen Menschen anzusehen, nicht aber als Gottes Sohn.
Aber es gibt auch Gründe, die für ihn sprechen. Der wichtigste Grund für mich ist die Liebe:
Er nimmt die Kinder ernst und mutet uns Erwachsenen zu, so vertrauensselig zu werden wie sie.
Er wendet sich den Ausgestoßenen zu, heilt Menschen mit ansteckenden Krankheiten wie Lepra,
sieht in den Huren nicht verdorbene Subjekte, sondern bedürftige Menschen.
Er verurteilt die gescheiterten Existenzen nicht und bestraft nicht die Schuldig-gewordenen, sondern vergibt ihnen.
Er biedert sich nicht den Mächtigen und Reichen an und redet den Wortführern in Politik und Kirche nicht nach dem Mund.
Er verzichtet auf Gewalt gegenüber Schwächeren, doch er schmeißt die Geschäftemacher aus dem Tempel.
Und er lebt, was er sagt.
Er lebt Gottes Liebe und rettet sie durch Anfeindungen, Spott, Schläge, Folter und Tod hindurch.
Er wechselt nicht Seiten, vergilt nicht Böses mit Bösem, sondern hält die Gemeinheiten bis zum Ende aus.
Dieses ganze Mördergesindel, er verflucht es nicht, sondern segnet die Menschen in ihrer Finsternis mit dem unsterblichen Satz: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."
Seine Gerechtigkeit heißt nicht "wie du mir, so ich dir", sondern Gnade. Er richtet nicht hin, sondern auf.
Alles, was er sagt und lebt hat nur den einen Zweck, dass wieder heil werden soll, was zerbrochen ist:
die Beziehung zu Gott und die Beziehungen der Menschen untereinander und endlich auch das Leben selbst.
Dafür hat Gott ihn von den Toten auferweckt, weil die Heilkraft der Liebe, die Jesus gelebt hat, stärker ist als der Tod.
An Jesus scheiden sich die Geister. Doch Gottes Glaubensangebot gilt - für dich und für mich.
Herzliche Grüße
Hans Löhr
Montag, 27. September 2010
sehen und glauben hl
A. Losung: Eure Augen haben die großen Werke des HERRN gesehen, die er getan hat. 5. Mose 11,7B. Lehrtext: Christus spricht: Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Johannes 14,7
Liebe Leserin, lieber Leser,
o Mann, wenn ich das erlebt und gesehen hätte, was die Israeliten gesehen haben: Die 10 Plagen, die Gott ihren Peinigern, den Ägyptern schickte, damit sie sie fortziehen lassen mussten. Oder wie das Wasser des Roten Meeres zurück wich, sodass sie vor dem Pharao und seiner Streitmacht fliehen konnten, die Feinde aber in der zurückströmenden Flut umkamen. Oder das Manna und die Wachteln in der Wüste, als sie am Verhungern waren. Oder das Wasser, das Mose aus dem Felsen schlug, als sie am Verdursten waren. Und so weitert. - Wenn ich das alles erlebt und gesehen hätte, ja dann wäre es ein Leichtes, an Gott zu glauben. Nicht wahr?
Nein. Das ist nicht wahr. Denn die Israeliten zweifelten ein ums andere Mal an Gottes Treue und Verlässlichkeit. Kaum waren sie aus der einen Gefahr gerettet, kaum wurde das Leben wieder schwierig und die Zukunft bedrohlich, da verloren sie schon wieder ihren Glauben, ihr Gottvertrauen. Sie wollten lieber zurück unter die Sklavenpeitsche der Ägypter als in der Freiheit zu leben, die durch nichts abgesichert war als durch das Wort, das Gott ihnen gab.
Ja schon, ihre Augen hatten die großen Werke Gottes gesehen, aber geglaubt, so richtig von ganzem Herzen auf Gott verlassen haben sie sich trotzdem nicht. Und wir?
Ich kann jedenfalls von mir sagen, dass ich auch so ein wankelmütiger Mensch bin, der immer wieder einmal zweifelt oder sich sein Schicksal selbst hinbiegen möchte, statt sich auf Gott zu verlassen.
Glauben, so möchte ich sagen, glauben kann man nicht auf Vorrat. Zum Glauben muss man sich immer wieder neu entscheiden. Jeder Tag bringt andere Anforderungen und Herausforderungen mit sich, und dann muss ich meinen Glauben neu bewähren.
Und wer ist es, dem ich Glauben, dem ich mein Vertrauen schenken soll? Ein übermächtiger Wundertäter? Ein welterschütternder Gott? Ein Starker und Gewaltiger, vor dem alle auf die Knie gehen?
Nein, sondern ein armer Wanderprediger ohne festen Wohnsitz, aber mit einem großen Herzen voll Mitleid. Einer, der Kranke heilte, Schuldigen vergab, der von Gottes Liebe erzählte und der selbst solche Wankelmütigen wie mich liebte. Den sie verraten und verkauft, gefoltert und gekreuzigt haben, weil er ihre Geschäfte mit Gott und den Menschen störte und den sie doch nicht tot kriegen konnten, weil in seiner Ohnmacht Gottes Macht mächtig war und ist. In ihm allein erkennen wir, wer und wie Gott ist. Einen anderen Gott, wie imposant er auch sei, kennen wir nicht.
Dieser Gott segne Sie und er segne Dich!
Herzlich
Ihr / Dein Hans Löhr
Sonntag, 26. September 2010
Die rettende Felsenburg hl
A. Losung: Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. 2.Samuel 22,2B. Lehrtext: Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist. 2.Timotheus 1,12
Liebe Leserin, lieber Leser,
hat es Ihnen / hat es Dir schon mal den Boden unter den Füßen weggezogen? So was passiert, wenn man eine Horrornachricht bekommt z.B. vom Arzt oder die Mitteilung, dass jemand, mit dem man eng verbunden war, plötzlich gestorben ist.
Hast Du Dich schon mal so richtig ausgeliefert und schutzlos gefühlt? Vielleicht wurdest Du als Kind von anderen gehänselt oder am Arbeitsplatz gemobbt oder ein Mensch, dem Du voll vertraut hast, hat Dich bitter enttäuscht.
Hast Du schon mal die Angst gehabt, verlassen und verloren zu sein. Ich kenn' dieses Gefühl aus meiner Kindheit, als ich mal für längere Zeit meine Mutter aus den Augen verloren hatte. Und einmal bin ich allein auf einen hohen Baum geklettert und nicht mehr runter gekommen. Bis dann plötzlich mein Vater unterm Baum stand und mich behutsam hinunter dirigierte.
All' diese Erlebnisse und Gefühle tauchen in jedem Menschenleben auf die eine oder andere Weise, früher oder später auf. Und dann, ja dann ist es eine große Hilfe, wenn Du sagen kannst:
"Der Boden auf dem ich stehe mag wanken, aber ich finde Halt auf dem Gottesfelsen. Meine finanziellen Absicherungen funktionieren nicht mehr oder niemand schützt mich vor den Angriffen anderer, doch ich bin sicher in der Burg des Gottvertrauens. Ich drohe unterzugehen in meinem Leid, in meiner Sucht, in meiner Einsamkeit. Aber Gott kommt wie ein Seenotkreuzer über die Wasser der Angst, um mich zu retten.
DENN ich weiß, an wen ich glaube. Davon lasse ich mich nicht abbringen. Durch nichts und von niemandem. Und ich bitte zu Gott, dass er mir diesen Glauben bewahrt."
Gottes Segen für die neue Woche
Ihr / Dein Hans Löhr
Freitag, 24. September 2010
Gestillter Seelendurst ebl
A. Losung: Sie litten keinen Durst, als er sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen. Jesaja 48,21B. Lehrtext: Christus spricht: Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. Johannes 4,14
Liebe Freundinnen und Freunde!
Ein altes, rostiges Fahrrad ist über und über behängt mit gelben Plastikkanistern. Mit größter Mühe schiebt ein dürrer Mann das Rad über die staubige Straße. Dutzendfach begegnet mir dieses Bild während unserer Tansania-Zeit. Ich habe etwas gebraucht, bis ich begriffen habe, was in diesen Kanistern transportiert wird: Es ist Wasser. Wasser zum Trinken, zum Kochen, zum Abwaschen von Früchten und Gemüse, zum Wäsche-Waschen. Wer auf diese Weise sein Wasser nach Hause transportiert, für den ist jeder Tropfen kostbar.
Wasser war schon immer lebenswichtig, deshalb versorgt Gott sein Volk in der Wüste damit: "Sie litten keinen Durst, als er sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen." (Jesaja 48,21)
Zu Lebzeiten Jesu wurde das Wasser in Tontöpfen oder Ledereimern vom Brunnen nach Haus getragen. weil die Menschen alle wussten, wie kostbar Wasser ist, konnte Jesus es als Bild für die Kostbarkeit seiner Botschaft von Gottes Liebe und Vergebung hernehmen, wenn er zu seinen Zuhörern sagte:
"Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt." (Johannes 4,14)
Wenn wir das, was Jesus uns zu sagen hat, wirklich ernst nehmen, dann brauchen wir keinen 'Seelen-Durst' mehr auszuhalten.
Einen gesegneten Tag wünscht Euch/Ihnen
Eure/Ihre Elfriede Bezold-Löhr
Mittwoch, 22. September 2010
Frei von Altlasten ebl
A. Losung: Du, Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte. Nehemia 9,17B. Lehrtext: Schäme dich nicht, Zeugnis abzulegen für unseren Herrn, der uns errettet und berufen hat mit heiligem Ruf, nicht aufgrund unseres Tuns, sondern aufgrund seiner freien Entscheidung und seiner Gnade, die uns in Christus Jesus zugedacht wurde. 2.Timotheus 1,8.9
Liebe Leserinnen und Leser,
heute geht es in Losung und Lehrtext um unsere Vergangenheit. Ob uns das, was wir an 'unrühmlichen' Kapiteln in unserer Lebensgeschichte gesammelt haben (und je länger wir leben, desto unausweichlicher schreiben wir auch solche Kapitel), ein Leben lang anhängt oder ob wir von diesen Belastungen freigesprochen werden.
Die Bibel macht uns Mut, dass es so ist: "Du, Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte." So nachzulesen beim Propheten Nehemia in Kapitel 9, Vers 17.
Mit dem Lehrtext aus dem Neuen Testament werden wir daran erinnert, WARUM es geht, dass wir als ziemlich unvollkommene Menschen von Gott reden und für den Glauben an ihn 'werben'. Dort heißt es: "Schäme dich nicht, Zeugnis abzulegen für unseren Herrn, der uns errettet und berufen hat mit heiligem Ruf, nicht aufgrund unseres Tuns, sondern aufgrund seiner freien Entscheidung und seiner Gnade, die uns in Christus Jesus zugedacht wurde." (2.Timotheus 1,8.9)
Jesus ist es, der uns den Weg zu Gott neu gebahnt hat - und daher dürfen wir uns seine Kinder nennen, egal, was in der Vergangenheit in unserem Leben vorgefallen ist. In punkto Vergebung ist für Gott um Jesu willen nichts unmöglich.
Einen Tag, an dem die Sonne für Dich / für Sie äußerlich so strahlend scheint wie innerlich,
wünscht Dir / Ihnen
Deine / Ihre Elfriede Bezold-Löhr
Dienstag, 21. September 2010
Falsche Versprechungen ebl
A. Losung: Die Wahrsager schauen Trug und erzählen nichtige Träume, und ihr Trösten ist nichts. Sacharja 10,2B. Lehrtext: Hütet euch vor den Abgöttern! 1.Johannes 5,21
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Leserinnen und Leser,
vom Propheten Sacharia stammt das Bibelwort aus dem Alten Testament für den heutigen Tag. Sacharia ist ungefähr um 520 vor Christi Geburt aufgetreten - und weil er manche seiner Visionen, die Gott ihm gab, zuerst nicht verstand, musste ein Engel ihm erst 'den Durchblick' verschaffen, bevor er zu den Leuten reden konnte. (Das macht ihn mir sympathisch.) Sein Wort für heute ist allerdings sofort klar verständlich: "Die Wahrsager schauen Trug und erzählen nichtige Träume, und ihr Trösten ist nichts." (Sacharja 10,2) In der Guten Nachricht ist der Vers noch deutlicher in seiner Botschaft: "Befragt nicht die Orakel, sie spenden euch falschen Trost; geht nicht zu den Wahrsagern, sie erzählen euch lügnerische Träume!" Was gegebenenfalls passiert, fügt der Prophet auch gleich noch hinzu: "Weil ihr das tut, seid ihr wie Schafe, die umherirren und umkommen, weil sie keinen Hirten haben." und im Neuen Testament heißt es zu dem Thema kurz und knapp:
"Hütet euch vor den Abgöttern!" (1.Johannes 5,21)
Falsche Versprechungen bekommen wir heute auf Schritt und Tritt - wo immer Menschen etwas von uns wollen oder uns zu manipulieren versuchen: Traumfigur ohne jede Anstrengung, Traumauto mit einem günstigen Los, Traumpartner mit einer kurzen Anzeige, Traumgarderobe zum Traumpreis übers Internet ...
Da hilft nur ein kritischer Kopf und ein klares Wissen darum, was uns wichtig ist und worauf wir getrost verzichten können. Wie war das doch? "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." Das scheint mir die bessere Führung zu sein.
Liebe Grüße Euch und Ihnen,
Eure/Ihre Elfriede Bezold-Löhr
Montag, 20. September 2010
Mit Gott über Mauern ebl
B. Lehrtext: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,7
Liebe Leserin, lieber Leser,
liebe Freundinnen und Freunde!
Erinnert Ihr Euch noch an den Gedanken der gestrigen Predigt, als ich sagte, dass mich der tiefe Glaube anderer Menschen ermutigt, es selber mit Gott zu wagen? Die heutige Losung hat jemand geschrieben, dessen Namen wir nicht mehr kennen. Aber seine Erfahrung ist so kostbar, dass sie über Jahrtausende weitergegeben wurde und bis heute schwarz auf weiß in der Bibel steht: "Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen." (Psalm 18,30) Mit ihm schaffe ich Dinge, die ich aus eigener Kraft einfach nicht hinbekäme. Er gibt mir den Mut zu Entscheidungen, die ich allein nicht fällen würde. Paulus hat es am eigenen Leib erfahren und kann deshalb als 'zweiter Zeuge' dieses Tages voller Überzeugung sagen: "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit." (2.Timotheus 1,7) Dieses Vertrauen darf ruhig kräftig auf uns abfärben - damit stellen wir uns zuversichtlich den Herausforderungen, die diese Woche für uns bereit hält.
Herzlich grüßt Euch und Sie
Eure/Ihre Elfriede Bezold-Löhr
Sonntag, 19. September 2010
Nicht wir, sondern Er hl
A. Losung: Eure Liebe ist wie der Tau, der frühmorgens vergeht. Hosea 6,4B. Lehrtext: Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. 1.Johannes 4,10
Liebe Leserin, lieber Leser,
hat Gott Gefühle? In der Bibel spricht er immer wieder in einer Weise zu uns, die wir verstehen können. Da gibt er sich als ein Gott zu erkennen, der zu uns Menschen auf menschliche Art und Weise redet, dessen Worte also durch seine Gefühle Farbe bekommen. Oft spricht das bei ihm vorherrschende Gefühl der Liebe aus seinen Worten. Aber manchmal spürst du auch seine große Enttäuschung, seine Verbitterung und seinen Zorn. Im Losungswort aus dem Buch des Propheten Hosea ist die Enttäuschung Gottes über sein Volk schier mit Händen zu greifen. Nun, das ist lange her, weit über 2500 Jahre. Oder vielleicht doch nicht? Ich fühle mich von Gottes Kritik jedenfalls getroffen, weil ich spüre, dass das auch für mich gilt. Doch, ich liebe Gott, aber ich liebe ihn wie ein Mensch, als einer der im Lauf des Tages alles mögliche für wichtig hält und sich davon bestimmen lässt, doch Gott darüber vergisst.
Und darum tut mir der Lehrtext dieses Mal so gut, denn darin wird klar, dass es letzten Endes nicht auf meine, sondern auf Gottes Liebe ankommt. Er liebt nicht wie ein wankelmütiger Mensch, sondern so wie nur er, wie nur Gott lieben kann: beständig, verlässlich, unverbrüchlich, mit ganzer Kraft, aus tiefstem Herzen. Wie groß seine Liebe zu dir und zu mir wirklich ist, zeigt Jesu Kreuz. Es ist das Preisschild für den Wert der göttlichen Liebe, die uns nicht hinrichtet, sondern aufrichtet, die nicht bestraft, sondern den Riss zwischen ihm und uns heilt, den unser Versagen verschuldet hat.
Johannes antwortet in seinem ersten Brief, Kapitel 4 Vers 20 darauf mit diesem Satz: "Lasst uns lieben - Gott und unsere Mitmenschen - denn er hat uns zuerst geliebt." Das ist ein gutes Motto für die neue Woche, dem nichts mehr hinzuzufügen ist.
Ich grüße Sie / Dich herzlich auch im Namen meiner Frau
Hans Löhr
Samstag, 18. September 2010
Glaubenstipp hl
A. Losung: Unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Psalm 57,2 B. Lehrtext: Durch den Glauben verließ Mose Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Hebräer 11,27
Liebe Leserin, lieber Leser,
jeden Abend beten mal meine Frau und mal ich mit unseren Kindern, dass Gott sie in der Nacht und am nächsten Tag vor Unglück und Gefahr behüten möge. Und wir danken dafür, dass er unsere Gebete immer wieder erhört. Doch wir wissen auch, dass ebenso Zeiten von Unglück und Leid zu einem Menschenleben dazugehören. Niemand bleibt davon verschont. Was dann? Hat dann Gott versagt? Ich denke, dass beides gilt: Gott behütet uns vor dem Bösen und in dem Bösen. Jeder wünscht sich, dass er und seine Lieben vom Leid verschont bleiben möchten. Aber wenn es dann doch kommt, ist es umso wichtiger, dass wir gerade im Leid nicht untergehen, sondern, wie die Losung sagt, Zuflucht finden unter dem Schatten von Gottes Flügeln, bis das Unglück vorübergeht.
Auch Mose, der Mann Gottes, wurde vom Zorn des Pharao nicht verschont. Und doch verzweifelte er nicht als der König von Ägypten mit seiner Streitmacht den Hebräern hínterher jagte und sie keinen Ausweg mehr sahen. Er machte etwas, was seitdem zum Vorbild für alle Glaubenden geworden ist. Er hielt sich an Gott, den er nicht sah, als sähe er ihn. So ist er mit seinem Volk durch das Rote Meer dem Unheil entronnen. Mir gefällt diese Haltung des Mose besonders gut. Denn sie zeigt mir, wie man glauben kann.
Herzliche Grüße aus Sommersdorf
Hans Löhr
Freitag, 17. September 2010
Dableiben hl
A. Losung: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht. Jesaja 28,16B. Lehrtext: Jesus Christus ist der Eckstein, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Epheser 2,20-21
Liebe Leserin, lieber Leser,
doch, manchmal ist es schon zum Davonlaufen, wenn dir alles übern Kopf wächst, wenn eine schlechte Nachricht die andere jagt. Da muss die alte Mutter versorgt werden, die immer unselbstständiger wird. Da musst du mit den Pubertätsproblemen deiner Kinder kämpfen. Auf der Arbeit läuft es nicht gut. Du hast Geldsorgen. Es gibt gesundheitliche Schwierigkeiten in der Familie. In der Ehe kriselt es. Oft reicht schon eins von diesen Problemen. Aber manchmal stürzen mehrere gleichzeitig auf dich ein.
Ja, manchmal ist es schon zum Davonlaufen. Aber Davonlaufen ist keine Lösung. "Wer glaubt, flieht nicht", sagt Gott durch den Mund seines Propheten Jesaja. Wer glaubt, findet festen Halt auf dem Grundstein mit Namen Jesus Christus, den Gott gelegt hat. So bezeugt es die Bibel. Und so erzählen und schreiben es mir immer wieder Menschen, die das erlebt haben. Wer aushält, macht wertvolle Erfahrungen. Er wird seelisch stärker und reifer.
Manchmal möchten auch Glaubende davonlaufen, weg von Gott, wenn die Probleme, die Zweifel und Anfechtungen zu groß werden. Manche tun das dann auch und verlassen ihn. Andere verlassen sich. Sie verlassen sich in den Krisen nur umso stärker auf Gott und finden Zuflucht in der Gemeinde, die auf dem Grundstein Jesus Christus gebaut ist (Lehrtext).
Gott schenke Ihnen / Dir in den Krisen die Kraft, standhaft zu bleiben und auszuhalten. Und wenn du doch einmal von ihm davon läufst, dass du dann auch wieder zurück findest. Er wartet auf dich mit offenen Armen.
Herzlich grüßt
Ihr / Dein Hans Löhr
Donnerstag, 16. September 2010
Mut zum Glauben hl
A. Losung: Von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich. Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde. Psalm 40,11Liebe Leserin, lieber Leser,
offenbar ist das nicht erst ein Problem in unserer Zeit, von seinem Glauben vor anderen Menschen öffentlich zu reden. Sonst würde der Beter des 40. Psalms nicht extra betonen, dass er sich das traut. Der eigene Glaube ist schon etwas sehr Persönliches, das man nicht gern an die große Glocke hängt. Und doch ist es so wichtig, dass man davon spricht. Denn er ist eine "ansteckende Gesundheit". Am Glauben der Eltern, kommen auch die Kinder zum Glauben. Der Glaube des Jugendleiters ist auch für Konfirmanden ein positives Beispiel. Je mehr Menschen nicht verhehlen, dass ihnen der Glaube wichtig ist, desto mehr ermutigen sie auch andere, sich zu ihrem Glauben zu bekennen und ihn zu leben. Und ich denke, jeder hat etwas von der Güte und Treue Gottes in seinem Leben zu erzählen, sonst wäre er schon längst nicht mehr auf der Welt.
Der Apostel Paulus sagt im Lehrtext, dass unser Glaube nicht perfekt sein muss und dass wir als Christen auch nicht das perfekte Beispiel für andere sein müssen. Aber bemühen sollen wir uns schon. Es ist zu wenig, nur zu schweigen, wenn andere abfällig über den Glauben reden. Es genügt dann oft schon, zu sagen: "Ich sehe das anders. Ich mach mit dem Glauben gute Erfahrungen." Und wenn dann einer nachfragt, wie du das mit dem Glauben siehst, um so besser. Dann kannst du ja erzählen von dem Segen, den du in deinem Leben spürst, von der Kraft des Gebets, davon wie dir Gott in schwierigen Zeiten geholfen hat und wie er dich führt.
Ich wünsche Ihnen/Dir die Kraft und die Souveränität, sich vor anderen zum Glauben zu bekennen.
Hans Löhr
Mittwoch, 15. September 2010
Nichts ist unmöglich hl
A. Losung: Den Demütigen wird der HERR Gnade geben. Sprüche 3,34B. Lehrtext: Jesus sprach: Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des kranken Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,23-24
Liebe Leserin, lieber Leser,
demütig - dieses Wort ist völlig aus der Mode gekommen. Wer möchte denn schon demütig sein? Dabei bedeutet dieses Wort nichts anderes als "Mut zum Dienen". Ein Sklave braucht diesen Mut nicht. Er wird zum Dienen gezwungen. Aber du und ich, wir brauchen diesen Mut, wenn wir nicht nur an uns selber denken wollen, sondern uns auch für andere einbringen. Mag sein, dass es dir nicht immer gedankt wird, wenn du einem anderen aus freien Stücken etwas Gutes tust. Aber Gott wird dann auf dich aufmerksam und dich zuvorkommend behandeln.
Im Lehrtext sagt Jesus, welche unglaubliche Kraft im Glauben steckt. Ein Mensch, der auf Gott vertraut, rechnet nicht nur mit dem, was ist, sondern sieht die Welt voller Möglichkeiten. Das gibt Kraft, nicht vorschnell aufzugeben, sondern daran zu arbeiten und dafür zu beten, dass auch das scheinbar Unmögliche möglich wird.
Herzliche Grüße
Ihr / Dein Hans Löhr