Sonntag, 17. Mai 2020

gegenseitige Zuneigung hl

Losung: Der HERR, unser Gott, neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen. 1.Könige 8,58 

Lehrtext: Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. Kolosser 2,6-7 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

du sollst, du sollst, du sollst, du sollst – das heißt noch lange nicht, dass du auch tust, was du sollst egal, ob das Menschen zu dir sagen oder die Bibel. Ja, das wäre einfach, wenn wir immer das täten, was wir sollen. Das wäre vor allem für den einfach, der uns das gebietet. Doch da das nun mal nicht so ist, wenden die, die gebieten, oft Gewalt an, wenn sie die Macht dazu haben. Entweder drohen sie mit Strafen oder sie strafen tatsächlich mehr oder weniger schwer. Wir kennen dieses Muster sowohl aus dem Zusammenleben der Menschen als auch aus der Bibel.

     Viele, zu viele Menschen haben in ihrer Kindheit und Jugendzeit einen solchen gebietenden, drohenden, herrschsüchtigen und strafenden Gott kennengelernt. Einen, der nichts anderes war und ist, als ein von Menschen gemachter Götze, der ihnen helfen soll, ihre Interessen durchzudrücken. Viele, zu viele Menschen haben sich darum von Gott überhaupt abgewandt, ohne ihn jemals kennengelernt zu haben. Und jetzt sagen sie: Endlich habe ich keine Angst mehr vor ihm, spüre keinen Druck mehr und kein schlechtes Gewissen. Vor einem solchen Gott würde ich mich auch abwenden. Besser aber wäre es, sich von den Menschen abzuwenden, die ein solches Gottesbild vermitteln und damit anderen, vor allem Kindern, Angst und Schrecken einjagen. Das ist schlichtweg seelischer Missbrauch, der hinter sexuellem Missbrauch nicht zurücksteht.

     Schon die Losung aus dem Alten Testament sagt, dass Gott mein Herz zu sich neigen muss, damit ich so lebe, wie es aus seiner Sicht gut für mich ist. Anders gesagt, Gott muss meine Zuneigung gewinnen. Und das will er auch. Und das tut er dadurch, dass er sich in Jesus uns Menschen zuneigt. Was einen gesunden Glauben, ein gesundes Verhältnis zwischen Gott und mir ausmacht, ist mit einem Wort gesagt: gegenseitige Zuneigung.

     Wenn es zwischen Gott und mir so steht, anders gesagt, wenn Jesus Christus und ich uns gegenseitig angenommen haben (Lehrtext), dann muss ich nicht zum Glauben gezwungen werden. Dann glaube ich gerne und aus freien Stücken. Dann vertraue ich ihm mein Leben an. Dann schlage ich Wurzeln in seiner Liebe, die mich nährt und hält wie Wurzeln einen Baum nähren und halten in den Stürmen des Lebens. 

Gebet:  Herr, du kommandierst mich nicht wie ein Feldwebel herum. Du zwingst mich nicht Dinge zu tun oder zu glauben, die mir widerstreben. Doch du schenkst dir deine Zuneigung, dass ich dir vertrauen kann und gerne den Weg gehe, den du mir zeigst. So wachse ich im Glauben verwurzelt in deiner Liebe dem Himmel entgegen. Amen 

Herzliche Grüße!

Ihr / dein Hans Löhr

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