Montag, 6. Juli 2020

Die Beziehungsstörung ist behoben hl

Losung: So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein. Psalm 103,12 

Lehrtext: Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden. Römer 5,20 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

meiner Meinung nach kann man nur Gesetze übertreten, und darum betrifft die Losung hauptsächlich gläubige Juden, deren Leben von 365 religiösen Verboten und 248 Geboten umstellt ist. Nun gut, man kann auch die Zehn Gebote übertreten. Insofern ist dieser Satz aus der Losung tröstlich, dass Gott mir meine Übertretungen nicht vorhält, sondern mich davon befreit. 
     Und auch die Sünde, von der im Lehrtext die Rede ist, ist ein sehr allgemeiner Begriff. Darunter versteht fast jeder etwas anderes. Für mich ist Sünde eine Beziehungsstörung, wenn die Beziehung zu Gott oder zu meinen Mitmenschen oder zu beiden aus unterschiedlichen Gründen gestört oder gar zerbrochen ist.
     Der Wortsinn von „Sünde“ ist Trennung. Menschen können sich von mir trennen und ich mich von ihnen. Und ich kann mich auch von Gott trennen. Aber er nicht von mir. Seine Liebe ist mit Trennung nicht vereinbar. Sie ist stärker als alles, was mich von ihr trennen könnte. Gegen sie und gegen Gottes Gnade kommt meine Sünde nicht an. So hat es der Apostel Paulus in seinem Brief an die Christen in Rom im Kapitel 8, Verse 38 und 39 und im Lehrtext geschrieben. Mein Glaube lebt nicht zuletzt von diesem Wort.
     Darum muss ich vor Gott weder ein schlechtes Gewissen noch Angst haben. Im Gegenteil. Für manche Menschen mag ich vielleicht ein Sünder sein. Für ihn aber bin ich ein Mensch, dem vergeben ist. Das lässt mich unbeschwert und frei leben. Das lässt mich dankbar sein und darauf achten, dass meine Beziehungen zu Gott und meinen Mitmenschen intakt bleiben. 

Gebet: Herr, ich bin so froh, dass ich mir deine Gnade nicht verdienen muss und erst recht, dass ich sie nicht beschädigen kann. Du machst deine Beziehung zu mir nicht davon abhängig, wie ich mich verhalte. Du bist souverän genug, mich auch dann noch zu lieben, wenn ich es nach menschlichem Ermessen nicht verdient habe. Dafür danke ich dir und darauf vertraue ich. Amen 

Herzliche Grüße, 
Ihr / dein Hans Löhr 

Wegen eines Fehlers im Google-Blogger beziehen sich die meisten Seitenaufrufe und Kommentare auf die gestrige Predigt (klick): Raus aus deinem Ägypten!

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Kommentare:

  1. Danke für diese wundervolle Predigt!
    Einen gesegneten Sonntag.

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  2. Danke für die gute Predigt. So eine hätte ich mir im Konfirmandenunterricht gewünscht!! Ich Hoffe, sie erreicht viele Leser, die Gott und Jesus noch nicht kennen. Einen gesegneten Sonntag wünscht Frauke

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  3. danke für diese tröstenden und stärkenden Worte
    Elisabeth

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  4. Anke Mücke06.07.20, 07:42

    Was für ein stärkendes Wort zum Wochenstart. Mit fällt da ein Lied ein: "Ich will dir danken unter den Völkern, ich will dich loben vor allen Menschen DENN DEINE GNADE REICHT SO WEIT DER HIMMEL IST...
    Schöne Woche ��

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  5. Die Kommentare beziehen sich auf die Predigt vom Sonntag. Das Programm Google-Blogger ist kompliziert zu bedienen und immer für Überraschungen "gut".

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