Montag, 17. Juni 2019

Gott spricht durch Menschen hl

LosungGleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein. Jesaja 55,10-11 

Lehrtext: Paulus schreibt: Mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft. 1.Korinther 2,4 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in den achtziger Jahren war es, in Hannover, auf einer bundesweiten Tagung für Kindergottesdienst zum Thema „Wachsen wie ein Baum“, wo ich dieses schöne Lied kennengelernt habe:
„Wie der Regen und der Schnee vom Himmel auf die Erde fällt 
und der Boden fruchtbar werde, 
so ist Gottes Liebe auf der Erde“

     Der Liederdichter hatte dabei unsere heutige Losung vor Augen. Leider habe ich das Heft nicht mehr, in dem es stand. Und auch im Internet kann ich es nicht finden. Es wäre schön, wenn mir es jemand von den Leserinnen und Lesern zukommen lassen könnte.
     Ja, das stimmt, Gottes wirksames Wort ist Jesus Christus (Johannes 1,1). Er ist die Mensch gewordene Liebe Gottes auf der Erde. Wie Sonne, Regen und Schnee die Pflanzen wachsen und gedeihen lassen, so weckt seine Liebe unsere verdorrten Menschenseelen zu neuem Leben. Dann wächst Menschlichkeit in der Wüste der Gleichgültigkeit. Dann keimt Güte, und Barmherzigkeit schlägt Wurzeln. Dann blüht die Freundlichkeit, und der Egoismus verdorrt. Das glaube ich, weil ich erlebe, dass es immer wieder geschieht.
     Das gesprochene Wort des Apostels Paulus war hingegen nicht beeindruckend. Er selbst zitiert seine Kritiker, die sagen: "Die Briefe von Paulus wiegen schwer und sind stark; aber wenn er selbst anwesend ist, ist er schwach und seine Rede kläglich." (2. Kor. 10,10) Im Lehrtext schreibt er von sich: "Was ich euch sagte und predigte, geschah nicht mit Überredungskunst; durch mich sprach Gottes Geist und wirkte seine Kraft." (Übersetzung HFA) Hm, an Selbstbewusstsein hat es ihm offenbar nicht gefehlt. Ich möchte aber differenzieren und sage: Ja, in den Briefen des Apostels Paulus stehen viele Sätze, die Jesu Geist atmen und die Leser stärken. Aber zugleich ist er ein Kind seiner Zeit und ein Produkt seiner patriarchalischen Erziehung und Ausbildung als Pharisäer. Und das merkt man an vielen Stellen seiner Briefe. Er kann halt auch nicht aus seiner Menschenhaut und hat, bei aller Genialität, ebenso wie jeder andere seine Grenzen und Schwächen. 
     Wir haben Gottes Wort nur in Menschenwort, so wie uns Gott in dem Menschen Jesus begegnet. Genau darum ist mein Vertrauen gefragt und nicht blinder Gehorsam, mein Verstand und kein Buchstabenglaube, der meint, alles wörtlich nehmen zu müssen. 

Gebet: Herr, ich danke dir für die Menschen, durch die du zu mir gesprochen hast und noch immer sprichst. Am meisten aber danke ich dir für Jesus, deinen Sohn, meinen Herrn. Er hat nicht nur geredet, sondern gelebt, was du mir sagen willst. An ihm, seinen Worten und seinen Taten erkenne ich dich. Ihm glaube ich wie sonst keinem. Aber du kommst im Geist der Liebe auch durch die Worte anderer Menschen zu mir, stärkst mich und gibst mir Lebensmut. Lass auch mich dein Bote sein gerade auch mit meinen Schwächen und Grenzen. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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