Mittwoch, 9. Januar 2019

Gott folgt seinem Herzen hl

Losung: David betete: Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du alle diese großen Dinge getan. 2.Samuel 7,21 

Lehrtext: Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 1.Johannes 4,9 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kann man denn von Gott, von dieser alles bestimmenden Kraft, sagen, dass er ein Herz hat? Ist das nicht allzu menschlich gedacht? Nun, ich kann nur menschlich von Gott denken und reden. Dass er noch einmal ganz anders ist, als ich ihn begreifen und in Worte fassen kann, versteht sich von selbst. Aber in der Bibel wird ganz unbefangen von Gott gesprochen wie von einer Person, die eine menschliche Gestalt hat, menschliche Regungen und Verhaltensweisen. Da heißt es zum Beispiel: „Sollte der, der das Ohr geschaffen hat, nicht hören? Und der das Auge gemacht hat, nicht sehen“ (Psalm 94,9). Und diese Frage lässt sich auch auf alles andere übertragen. So sage ich: „Sollte der, der das Herz geschaffen hat, nicht ein Herz für mich haben?“
      Vielleicht trifft das Gottes Verhalten ganz gut, wenn ich sage: Er folgt seinem Herzen, wenn es um dich geht und um mich. Er folgt nicht irgendwelchen Gesetzen oder Prinzipien. Er folgt seinem Herzen. Und darum sagt David auch in der heutigen Losung: »Herr, nach deinem Herzen hast du alle diese großen Dinge getan.« Und weil er seinem Herzen gefolgt ist, hat er auch seinen Sohn zu uns gesandt, damit wir durch ihn leben sollen (Lehrtext). Vielleicht kann man sogar sagen, dass bei ihm in eins fällt, was bei uns getrennt ist: Die Weisheit, die Kraft und die Liebe. Eines gibt es nicht ohne das andere. Der biblische Sammelbegriff dafür heißt „Barm-Herz-igkeit“.
     Und nun frage ich mich, ob ich im Umgang mit anderen auch meinem Herzen folge oder eher einem berechnenden Kalkül, einer Nützlichkeitserwägung, einer kalten Logik oder irgendwelchen starren Prinzipien. Ich glaube, wer seinem Herzen folgt, sucht nicht nur das Seine, sondern auch das Wohl des anderen. Der will sich nicht auf Teufel komm raus durchsetzen, sondern lässt auch den anderen zu seinem Recht kommen. Für den gilt: Leben und leben lassen. Und damit bin ich schon ganz nahe am Lehrtext, dass ich Gottes Liebe weitergebe, damit wir gemeinsam gut leben können.

Gebet: Herr, das glaube ich, das stelle ich nicht infrage, dass du ein Herz hast, ein großes Herz für deine Geschöpfe und für mich. Und auch das glaube ich, dass du deinem Herzen folgst. Es führt dich zu mir, damit du bei mir bleibst. Denn du bist, was dein Wort sagt: »Barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte.« (Psalm 103,8) Amen

Herzliche Grüße
Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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