Losung: So spricht der Herr: „Wie ein Vogel über seinem
Nest kreist und seine Jungen ständig im Auge behält, so werde ich, der
allmächtige Gott, Jerusalem beschützen. Ich beschirme und verteidige die Stadt,
ich verschone sie vor dem Untergang und befreie sie schließlich von ihren
Feinden.“ (Jesaja 31, 5, Hfa)
Lehrtext: Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns
sein? (Rö. 8, 31)
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit der heutigen Losung sehe ich einen Adlerhorst vor mir,
hoch oben in einer felsigen Wand. Über dem Horst kreist unentwegt mit wachem
Blick eines der Elterntiere, während das andere Futter herbeischafft und immer
wieder die gierig aufgesperrten Schnäbel der Jungvögel stopft.
Das Bild ersetzt jede Predigt: So ist Gott. Und das Beste
ist dies: Ich muss gar nicht Bewohnerin oder Bewohner von Jerusalem sein, damit
ich auch in den Genuss dieser liebevollen Fürsorge komme. Denn ‚Jerusalem‘
steht auch als ein stellvertretendes Wort für die Gemeinschaft der Menschen,
die an Gott glauben. Ich gehöre also dazu. Ich sitze dort oben in diesem Horst
und bin da ganz sicher aufgehoben. Gott beschirmt und verteidigt mich,
verschont mich vor dem Zusammenbruch und besiegt schlussendlich all das, was
mich kleinkriegen will.
Ich könnte auch mit Paulus ganz einfach fragen: „Wenn Gott
für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?“
Gebet: Vater, das lasse ich mir heute gern von
dir zeigen und sagen: Dass ich im Vertrauen auf dich so gut aufgehoben bin wie
ein Adlerjunges im Horst. Du setzt alles dafür ein, dass ich sicher leben kann.
Das kann mich leicht und frei machen, mir die Ängste nehmen vor dem, was mir
alltäglich Angst machen will. Mach du mich lebensmutig, Herr. Danke für diese
tolle Zusage und das starke Bild. Amen.
Herzliche Grüße!
Deine / Ihre
Elfriede Bezold-Löhr
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