Montag, 12. Februar 2018

Feuer, Wasser, Geist hl

Losung: Du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern. Psalm 104,4 

LehrtextEs geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist. Apostelgeschichte 2,2-4 

Liebe Leserin, lieber Leser,

was wohl der Wind von Gott erzählt und wozu ihm das Feuer dient? 
Die Losung heute sagt, auch Naturereignisse sind seine Mittel, mit denen er seine Ziele mit uns Menschen verfolgt. Mir erzählt der Wind, der das Meer zu mächtigen Wogen auftürmt, von Gottes großer Kraft. Ich kann lange auf die See hinausschauen und mich an dem Schauspiel nicht satt sehen.
Ich kann auch lange ins Feuer schauen, wie die Flammen in verschiedenen Farben züngeln, wie das Holz erst brennt, dann glüht und schließlich zu Asche zerfällt. Das fasziniert mich.
     Die Hurrikane, Taifune und Zyklone in der Karibik und in Fernost zeigen aber auch, dass der Mensch die Naturkraft von Wind und Wasser genauso wenig im Griff hat wie die Kraft des Feuers, das immer wieder riesige Wälder und ganze Siedlungen frisst. Wir können die Kraft von Wind und Feuer nutzen, aber vollständig bändigen können wir sie nicht. Wir können einen kleinen Teil der Windenergie zur Stromgewinnung nutzen und das Feuer zum Kochen, Heizen und Arbeiten. Aber wir müssen uns auch vorsehen, wenn diese Naturkräfte mit ihrer Zerstörungskraft über uns hereinbrechen. Dann führen sie uns vor Augen, wie schwach und zerbrechlich wir doch sind und dass es von einem Augenblick auf den anderen mit uns aus sein kann.
     Ist es das, was der Wind von Gott erzählt und wozu das Feuer ihm dient? Lehren uns diese Kräfte, wieder etwas demütiger zu werden, der Natur mit mehr Respekt und dem Schöpfer mit mehr Ehrfurcht zu begegnen? Lehren sie uns, das natürliche Klima nicht mutwillig zu verändern, um unsere Zukunft und die unsere Nachkommen nicht aufs Spiel zu setzen?
     Im Lehrtext dienen Wind und Feuer dazu, die Wirkung des heiligen Geistes zu veranschaulichen. Der Wind brachte damals Bewegung in die Jünger, blies ihnen den Staub von den Herzen, trieb sie hinaus in die Welt, um von Jesus zu berichten. Das Feuer war Sinnbild für ihre Begeisterung, mit der sie von ihrem Glauben erzählten. So ist das bis heute geblieben: Mit einem Mal kommt ein Mensch zum Glauben, kommt in Bewegung, ändert sein Leben, ist begeistert von Gott und von ihm erfüllt. Das, so sagt die Bibel, macht der Heilige Geist. Deshalb muss nicht jeder zu einem Missionar oder Prediger werden. Aber jeder, der glaubt, der auf Gott vertraut, bringt etwas zum Vorschein von dem Geist, der in ihm ist und ist ein Hoffnungsfunke in dieser manchmal so trüben Welt.

Gebet:  Aus dem Sonnengesang, der Franziskus von Assisi (1181-1226) zugeschrieben wird und dem zu Ehren der gegenwärtige Papst seinen Namen gewählt hat:

Gelobt seist Du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter, durch welches du Deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst
Gepriesen seist Du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar nützlich ist sie und demütig und rein.
Gepriesen seist du, mein Herr, durch Bruder Feuer, durch den Du die Nacht erleuchtest, er ist schön und liebenswürdig und kraftvoll und stark. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. 
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, je ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer umfangreichen Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte das Glaubenswachstum am stärksten fördert. 
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Kleine Übung: Nachdem du das gelesen hast, nimm dir noch ein paar Sekunden Zeit und frage dich: Welchen Gedanken will ich behalten? Dann atme ruhig und tief, schließe die Augen und mach dir bewusst: Jetzt, in diesem Augenblick umgibt mich Gott wie die Luft, die ich atme. Er hält mich mit seiner Kraft, wie die Sonne die Erde in ihrer Bahn hält. Er will auch in mir leben, um mir ganz nah zu sein. Ich öffne mich und lass ihn in mir wirken. So von ihm umhüllt und erfüllt, gehe ich meinen Weg.
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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