Samstag, 3. Februar 2018

Unter Gottes Flügeln hl

Losung: Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Psalm 36,8 

LehrtextWerft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10,35 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wär's mit einer kleinen Hausaufgabe heute? „O nein“, höre ich jetzt manche Leserin und manchen Leser sagen, „von Schule In jeder Form habe ich genug.“ Okay, wird ja niemand gezwungen und niemand abgefragt. Und Noten gibt's auch nicht. Aber trotzdem, wie wär's damit, den nachfolgenden Ausschnitt aus Psalm 36, in dem auch die heutige Losung steht, mal auswendig zu lernen? Für mich gehören diese Verse zu den schönsten Bibelworten überhaupt, zu meinen ‚Top Ten‘:

HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du hilfst Menschen und Tieren
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! 
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. 
(Psalm 36,6-10)

     Ich konnte nur den ersten und den letzten Vers auswendig. Deshalb habe ich mir diesen Abschnitt in mein Smartphone kopiert, um ihn insgesamt zu lernen. Und warum? Weil ich mich mit diesen Worten vergewissern kann, was für einen wunderbaren Gott ich habe. Das muss ich mir nicht ausdenken. Das kann ich mir von der Bibel sagen lassen.
     In dieser Auslegung konzentriere ich mich auf das Losungswort aus Psalm 36. Sofort habe ich aus meiner Kindheit das Bild einer Glucke (Henne) vor Augen, die ihre Küken ruft, weil sie Gefahr sieht. Und dann kommen die kleinen, gelben, flauschigen Bälle auf ihren dünnen Beinchen angesaust und verstecken sich in ihrem Gefieder. Da fühlen sie sich sicher. Und vielleicht spüren sie, dass ihre Mama sie verteidigen würde, selbst wenn es sie das Leben kostete. Darum hatte ich als Kind großen Respekt vor einer Glucke und bin auf Abstand geblieben.
     Dieses Bild hatte auch der Verfasser von Psalm 36 vor Augen und hat dabei an Gott gedacht. Allerdings konnte er damals nicht ahnen, dass dieser seine Menschen gegen die Macht der Finsternis und des Todes verteidigen und dass ihm das am Kreuz tatsächlich sein Leben kosten würde. Ich heute muss mich gegen die dunklen Mächte in mir und um mich herum wehren. Aber besiegen muss ich sie nicht. Das ist bereits geschehen. Auch ich werde sterben. Aber besiegen muss ich den Tod nicht. Das ist bereits geschehen. 
     In einer neueren Übersetzung heißt der Lehrtext: „Werft euer Vertrauen nicht weg. Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft.“ Nein, das werde ich nicht tun. Mein Gottvertrauen werde ich nicht wegwerfen. Das habe ich mir ganz fest vorgenommen. Und hoffentlich kann ich mit seiner Hilfe auch dabei bleiben. Denn würfe ich es weg, würde ich alles wegwerfen: meine Zuversicht und Geborgenheit, meine Menschenwürde und Orientierung, meine Freude und meinen Gott.

Gebet: Herr, du bist gütig zu allen deinen Geschöpfen und darum auch zu mir. Daran halte ich fest und vertraue darauf, dass du mein Leben behütest und beschützt. Was immer auch geschehen wird – du sollst meine Zuflucht sein, meine Quelle und mein Licht. An dich will ich mich wenden. Auf dich will ich hoffen. Auf dich hören. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, je ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer umfangreichen Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte das Glaubenswachstum am stärksten fördert. 
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Kleine Übung: Nachdem du das gelesen hast, nimm dir noch ein paar Sekunden Zeit und frage dich: Welchen Gedanken will ich behalten? Dann atme ruhig und tief, schließe die Augen und mach dir bewusst: Jetzt, in diesem Augenblick umgibt mich Gott wie die Luft, die ich atme. Er hält mich mit seiner Kraft, wie die Sonne die Erde in ihrer Bahn hält. Er will auch in mir leben, um mir ganz nah zu sein. Ich öffne mich und lass ihn in mir wirken. So von ihm umhüllt und erfüllt, gehe ich meinen Weg.
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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