Freitag, 28. September 2018

Werden Gebete wirklich erhört? hl

LosungGelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66,20 

LehrtextEuer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Matthäus 6,8 

Liebe Leserin, lieber Leser,

immer wieder fragen sich Menschen: Stimmt denn das, was in der Bibel steht? Und auch du und ich, wir fragen uns zwischendurch offen oder insgeheim: Wird denn Gott mein Gebet hören und mir seine Zuneigung (=Güte) schenken? Ich denke, dass wir auf dieselbe Art und Weise antworten können wie auch der Mensch, von dem die heutige Losung stammt. Wir können, wie er, von unseren Erfahrungen mit Gott und unseren Gebeten ausgehen und fragen: Hat er denn bisher meine Gebete erhört? Habe ich denn bisher gespürt, dass Gott sich mir zuwendet? Und wenn du dann mit Ja antworten kannst, hast du auch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage gegeben.
     Freilich erhört Gott nicht jedes Gebet. Das hat verschiedene Gründe. Manchmal ist die Zeit noch nicht reif. Manchmal ist mein Gebet nicht in Übereinstimmung mit seinem Willen und Plänen. Manchmal bitte ich um etwas, was sich im Nachhinein als für mich schädlich herausgestellt hätte. Es ist ganz gut, dass er mir auch mal Geduld abverlangt oder mich nicht so erhört, wie ich das im Augenblick möchte. Stattdessen bekomme ich dann etwas anderes von ihm, was besser zu mir und meinem Leben passt. Und manchmal muss sich eben auch damit fertig werden, dass ein bestimmter, dringender Wunsch nicht erfüllt wird, auch wenn ich jahrelang dafür gebetet habe. Irgendwann, und das kann lange dauern, bin ich dann so weit, dass ich mich damit abfinden kann und der Wunsch verblasst. Dann bin ich aber auch wieder frei, mich neu zu orientieren.
     Jesus sagt in seiner Bergpredigt, dass wir beim Beten gar nicht so viele Worte machen müssen, weil Gott ohnehin weiß, was wir brauchen (Lehrtext). Er schenkt das ja auch denen, die von ihm nichts wissen wollen und ihn um nichts bitten. Und darum sagt Jesus, dass Gott seine Sonne scheinen und es regnen lässt über alle, über die, die an ihn glauben, aber über die anderen auch. Doch auch wenn er von vorneherein weiß, was ich brauche, tut es mir gut, wenn ich ihn darum bitte. Denn im Gebet wird mir noch einmal klar, ob meine jeweilige Bitte auch wirklich vor Gott Bestand hat und zugleich vergewissere ich mich, wer es ist, dem ich mein Leben und alles was ich bin und habe verdanke.

Gebet: Herr, zahllose Male habe ich dich gebeten, meine Angehörigen und mich an jedem neuen Tag zu behüten. Und zahllose Male hast du das getan. Du hast mir so viel Gutes in meinem Leben geschenkt, dass ich auch das von dir annehmen will, was mir nicht gefällt. Du weißt ja, warum du welche Bitten erhörst und welche nicht. Und ich vertraue darauf, dass das zu meinem Besten geschieht. Amen

Herzliche Grüße


Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen im Internet-Blog<http://glaubenswachstum.blogspot.com/
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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