Montag, 2. März 2015

Wie soll man glauben? III hl

Losung: Als Hiskia den Brief gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des HERRN und breitete ihn aus vor dem HERRN. 2.Könige 19,14

Lehrtext: Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Philipper 4,6

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie soll man glauben? Besser gesagt: Wie soll man leben, leben mit Gott im Alltag? Denn nichts anderes bedeutet ja glauben, als dass ich mein ganz normales Leben führe und dabei auf Gott vertraue. Manche glauben so, dass sie fertige Gebete lesen oder auswendig hersagen wie zum Beispiel das Vaterunser oder den Psalm 23 oder einen Liedvers. Das ist schon mal gut. Aber die Bibel hat noch bessere Glaubenstipps so zum Beispiel in der Geschichte des Königs Hiskia, aus der das heutige Losungswort stammt. Hiskia, der König von Jerusalem, wurde von Sanherib, dem König von Ninive in Assyrien (wo kürzlich wahnsinnige Islamisten älteste Kulturgüter der Menschheit zerschlagen haben) auf das Übelste verhöhnt. Er, Sanherib, würde Jerusalem dem Erdboden gleich machen so wie er es mit den Hauptstädten anderer Völker getan hätte und auch der Gott Hiskias könne da nicht helfen.
Was macht Hiskia? Bricht er in Panik aus? Ordnet er die Mobilmachung an? Zahlt er dem König von Ninive die Beleidigungen mit gleicher Münze heim? Nein. Stattdessen nimmt er den Brief, geht in den Tempel, breitet ihn dort vor Gott aus und betet. Er sagt sinngemäß: „Da schau her, Gott, lies selber, was Sanherib geschrieben hat. Er verhöhnt dich, den allmächtigen Gott. Lass dir das nicht gefallen und hilf uns, damit alle Welt erkenne, dass du allein Gott bist.“
So, liebe Leserin, lieber Leser, so soll man glauben. Bringen Sie / bring alles, was dich bewegt, im Gebet vor Gott (siehe Lehrtext). Mach es wie Hiskia, lege ihm den Kontoauszug mit den Schulden vor oder den Arztbrief mit der schlechten Diagnose oder die Schulaufgabe mit der schlechten Note oder die E-Mail, in der man dich beleidigt hat. Teile dein Leben mit ihm. Beziehe ihn mit ein und vertraue darauf, dass er sich für dich einsetzt. Das ist es, was Gott an dir mag. Und dann versuch im Sinne deines Gebetes auch selbst etwas zu tun, was ihm gefällt und dir hilft.

Gebet: Herr, du kennst meine Sorgen und weißt, was mir fehlt. Aber heute sage ich dir ganz konkret, was du für mich tun sollst: … (eigene Anliegen einfügen). Ich vertraue ganz fest darauf, dass du mich hörst und mir hilfst. Aber selbst will ich auch meinen Teil dazu beitragen. Amen

Herzliche Grüße und Gottes Segen in der neuen Woche!

Hans Löhr

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