Freitag, 20. März 2015

Einer für alle. Freitag, 20.03.2015

Losung: Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist.
Jesaja 53,12

Lehrtext: Gott hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.
Kolosser 2,15

Liebe Leserinnen und Leser dieser Auslegung,
heute ist in der Losung von jemandem die Rede, der im Buch des Propheten mehrmals genannt wird, allerdings nur unter dem Bezeichnung ‚Knecht Gottes‘. Jesaja nennt ihn „das Licht der Welt“ (Jes. 42, 1ff), wirksam „bis an die Enden der Erde“ (Jes. 94, 6). Da stellen wir uns dann unwillkürlich einen strahlenden Helden vor, der zu den Siegertypen gehört. Doch wird die heutige Losung im Zusammenhang liest, entdeckt genau gegenteilige Aussagen. „Da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. (…) Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.“ (Jes. 53, 2. 3)

Welche Aufgabe hat dieser ‚Knecht Gottes‘? Keiner von uns würde sie ausführen wollen, denn es heißt von ihm: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen.“ (Jes. 53, 4). Das ganze Leid der Welt lastet auf seinen Schultern.

Spätestens jetzt wird unser Blick auf Jesus Christus gelenkt, auf den all dies zutrifft, was da von diesem ‚Knecht Gottes‘ schon im Alten Testament gesagt wird. Doch mit seinem Leiden endet die Geschichte nicht. Sie endet mit seinem Triumph. „Ich will ihn zu den Großen rechnen, und mit den Mächtigen soll er sich die Beute teilen“, heißt es in der heutigen Losung. Letztlich siegt Gott und behält die Oberhand – davon ist Jesaja überzeugt.

Paulus erklärt diese Vorgänge den Christen in Kolossae mit dem Bild von einem Schuldschein: „Den Schuldschein, der uns wegen der nicht befolgten Gesetzesvorschriften belastete, hat Gott für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt. Die Mächte und Gewalten, die diesen Schuldschein gegen uns geltend machen wollten, hat er entwaffnet und vor aller Welt zur Schau gestellt, er hat sie in seinem Triumphzug mitgeführt – und das alles in und durch Christus.“ (Hoffnung für alle)

Gebet: Danke, Vater, dass du uns frei machst von allem, was wir selbst oder andere Menschen uns vorhalten könnten. In Jesus Christus räumst du das alles weg und der Weg  zwischen dir und mir ist frei. Ich kann zu dir kommen. Amen.

Einen lieben Gruß aus Sommersdorf und ein wohltuendes Wochenende euch und Ihnen!

Eure / Ihre Elfriede Bezold-Löhr


PS: Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten in den Kirchen am kommenden Sonntag – um 8.45 Uhr in Thann und um 10.00 Uhr in Sommersdorf. Wer gern ‚Du bist die Zukunft‘ singt, ist da am richtigen Platz … J

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