Samstag, 7. März 2015

Unsichtbare und sichtbare Engel hl

Losung: Der HERR spricht: Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.
2.Mose 23,20

Lehrtext: Sind die Engel nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen? Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.
Hebräer 1,14-2,1

Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Krypta der Bürgersaalkirche in München steht diese Schutzengelgruppe von Ignaz Günther aus dem Jahr 1763. Bemerkenswert finde ich, dass der Engel nicht nur das Kind vor der Schlange, dem Symbol des Satans, beschützt. Er weist gleichzeitig mit der rechten Hand nach oben, auf Gott, in dessen Auftrag er handelt. Der Engel selbst ist nur Gottes dienstbarer Geist (Lehrtext) und beansprucht keinerlei Verehrung. Und doch gibt es vielen ein gutes Gefühl, wenn sie auf ihren Schutzengel vertrauen können, den Gott ihnen schickt. Jedenfalls nehme ich dieses Wort aus der Losung auf meine Reise nach Tansania mit, die morgen beginnt.
Als kleines Kind hatte ich ein Schutzengelbild von meiner Großmutter über meinem Gitterbett. Einmal fragte ich meine Mutter, ob sie schon mal einen Engel gesehen habe. Sie mochte mir keine rechte Antwort geben. Weder wollte sie lügen, noch mich enttäuschen. So blieb es für mich in der Schwebe, ob ein Engel zu sehen ist. Inzwischen weiß ich, dass Engel auch sichtbar sind. Nur diese Engel wissen selbst nicht, dass sie Engel sind, denn:

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, - die Engel.
Sie gehen leise, sie müssen nicht schrein,
oft sind sie alt und hässlich und klein, - die Engel.

Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand, - die Engel.
Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,
oder er wohnt neben dir, Wand an Wand, - der Engel.

Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, - der Engel.
Dem Kranken hat er das Bett gemacht,
und er hört, wenn du ihn rufst, in der Nacht, - der Engel.

Er steht im Weg und er sagt: Nein, - der Engel,
groß wie ein Pfahl und hart wie ein Stein –
es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, - die Engel.

Von Rudolf Otto Wiemer

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr 

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