Losung: Der HERR
spricht: Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem
Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.
2.Mose 23,20
Lehrtext: Sind die
Engel nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen,
die das Heil ererben sollen? Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort,
das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.
Hebräer 1,14-2,1
Liebe Leserin, lieber Leser,
in der Krypta der Bürgersaalkirche in München steht diese
Schutzengelgruppe von Ignaz Günther aus dem Jahr 1763. Bemerkenswert finde ich,
dass der Engel nicht nur das Kind vor der Schlange, dem Symbol des Satans,
beschützt. Er weist gleichzeitig mit der rechten Hand nach oben, auf Gott, in
dessen Auftrag er handelt. Der Engel selbst ist nur Gottes dienstbarer Geist (Lehrtext)
und beansprucht keinerlei Verehrung. Und doch gibt es vielen ein gutes Gefühl,
wenn sie auf ihren Schutzengel vertrauen können, den Gott ihnen schickt. Jedenfalls
nehme ich dieses Wort aus der Losung auf meine Reise nach Tansania mit, die
morgen beginnt.
Als kleines Kind hatte ich ein Schutzengelbild von meiner
Großmutter über meinem Gitterbett. Einmal fragte ich meine Mutter, ob sie schon
mal einen Engel gesehen habe. Sie mochte mir keine rechte Antwort geben. Weder
wollte sie lügen, noch mich enttäuschen. So blieb es für mich in der Schwebe,
ob ein Engel zu sehen ist. Inzwischen weiß ich, dass Engel auch sichtbar sind.
Nur diese Engel wissen selbst nicht, dass sie Engel sind, denn:
Es müssen nicht Männer mit
Flügeln sein, - die Engel.
Sie gehen leise, …
Sie gehen leise, …
(Dieses Gedicht von Rudolf Otto Wiemer darf ich seit 8.10.26 wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung nicht mehr in meinen Andachten abdrucken)
Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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