Samstag, 24. Februar 2018

Fülle mein Herz hl

​​​​​Losung: Wasche dein Herz von der Bosheit, auf dass dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben deine heillosen Gedanken? Jeremia 4,14 

LehrtextLegt also alles Gemeine und Schlechte ab und nehmt bereitwillig das Wort an, das Gott euch ins Herz gepflanzt hat. Es hat die Macht, euch zu retten. Jakobus 1,21 

Liebe Leserin, lieber Leser,

das meiste, was ich mit dem Computer schreibe diktiere ich mit einem Spracherkennungsprogramm. Damit kann man auch Sprachbefehle erstellen. Spaßeshalber habe ich folgende Befehle programmiert: Ich sage ins Mikrofon „Wie spät ist es?“ Und das Programm antwortet über den PC Lautsprecher "Schau auf deine Uhr!" Und wenn ich dann sage „Blödes Programm!“ so antwortet es mir „Selber blöd!“ Okay, manche finden das nicht witzig.
     Aber wie ist das in der Wirklichkeit? Erst kürzlich habe ich in Gedanken zu einer Frau „blöde Kuh“ gesagt, die ziemlich unfreundlich war. Und dann hat es in meinem Kopf geantwortet: „Schäm dich!“ Und ich dachte mir, „Okay, Gott liebt sie nicht weniger als mich. Aber wenn sie dann schon keine blöde Kuh ist, hat sie sich immerhin so verhalten“, und nach einer kurzen Pause, „so wie du manchmal".
     Habe ich damit "mein Herz von dieser Bosheit gewaschen" (Losung)? In diesem Fall vielleicht. In anderen gelingt es mir nicht. Da fahren die heillosen Gedanken in meinem Kopf Karussell vor allem, wenn ich an bestimmte Ungerechtigkeiten in unserem Land und weltweit denke und an diejenigen, die dafür verantwortlich sind. Aber dann weiß ich doch auch, dass es ziemlich billig ist, andere zu beschimpfen und sei es nur in Gedanken. Teurer wäre es, selbst öffentliche Verantwortung zu übernehmen und so zu kritisieren, dass man damit andere nicht herabsetzt oder verunglimpft.  
     Dafür gibt es ein wirksames Mittel: Über Abwesende grundsätzlich nur das sagen, was man zu ihnen auch persönlich sagen würde. Der Chefredakteur der ARD hat kürzlich mit ein paar Journalisten Kontakt zu Leuten aufgenommen, die in verschiedenen Medien hasserfüllte und herabsetzende Kommentare über die Presse abgegeben haben. Und siehe da, im persönlichen Gespräch waren sie plötzlich ausnahmslos anständig und gesittet, ohne dass sie deshalb ihre Meinung ändern mussten. 
     Der Lehrtext weist mich darauf hin, dass ich die Wahl habe, womit ich meine Gedanken „füttere“. Habe ich nur das im Sinn, was die Bibel gemein und schlecht nennt, dann ist mein Sinn, mein Herz, dann sind meine Gedanken und Gefühle davon erfüllt und es gibt in mir keinen Platz mehr für Gottes Wort, keinen für Dankbarkeit und inneren Frieden, für Mitgefühl und Verständnis. Wie heißt es in der Bibel? „Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“ (Matth 12,34)

Gebet: Herr, ich beneide Menschen, die so beherrscht sind, dass kein böses Wort über ihre Lippen kommt. Die die innere Größe haben, das Fehlverhalten anderer noch zu entschuldigen. Ich kann das nicht. Manchmal lasse ich mich von meinen Gefühlen mitreißen und dann tut mir das hinterher wieder leid. Du weißt ja, dass ich mich nicht mehr ändern werde. Aber du kannst mich ändern. Und darum bitte ich dich, dass du in mir immer mehr Raum einnimmst und damit das Negative verdrängst, was sonst in mir ist. Fülle mich jeden Tag neu mit deinem Geist, damit ich verständnisvoller werde für die Schwächen meiner Mitmenschen, aber mich auch entschiedener gegen die Starken stelle, die andere, die Tiere und die Natur schlecht behandeln. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, je ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer umfangreichen Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte das Glaubenswachstum am stärksten fördert. 
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Kleine Übung: Nachdem du das gelesen hast, nimm dir noch ein paar Sekunden Zeit und frage dich: Welchen Gedanken will ich behalten? Dann atme ruhig und tief, schließe die Augen und mach dir bewusst: Jetzt, in diesem Augenblick umgibt mich Gott wie die Luft, die ich atme. Er hält mich mit seiner Kraft, wie die Sonne die Erde in ihrer Bahn hält. Er will auch in mir leben, um mir ganz nah zu sein. Ich öffne mich und lass ihn in mir wirken. So von ihm umhüllt und erfüllt, gehe ich meinen Weg.
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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