Sonntag, 15. Mai 2016

Wenn das Herz wankt hl

Losung: Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten. Psalm 119,10

Lehrtext: Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade. Hebräer 13,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Jahren predigte ich mal an Silvester über »die Nacht der wankenden Herzen«. Damit meinte ich den Zustand zwischen Hoffen und Bangen, wenn man an diesem Tag auf das neue Jahr vorausblickt. Doch das Herz wankt nicht nur beim Jahreswechsel. Bei allen wichtigen Entscheidungen und Ereignissen fragt man sich: Wie wird es wohl werden? Wenn eine Frau merkt, dass sie schwanger ist, wankt ihr Herz, auch wenn sie sich freut. Und wenn sich zwei entschließen, zu heiraten, ist es ähnlich. Und ebenso ist es, wenn du dich für eine Ausbildung oder Arbeitsstelle entscheidest. Aber auch, wenn etwas zusammenbricht, zu Ende geht und das Neue noch nicht zu sehen ist. Wie wird es wohl werden?
Im Losungswort sucht der Mensch Halt an Gottes Geboten. So hofft er, gut durch die Zeit zu kommen. Und in der Tat, die Gebote sind so etwas wie Wegweiser und Leitplanken, die Orientierung geben können. Aber wenn die Stürme des Lebens wehen und die Wasser der Angst hochgehen, helfen Gebote wenig. Wenn dir das Herz bis zum Hals schlägt, brauchst du einen, der dir gut zu redet und dich wieder beruhigt, brauchst du den, der übers Wasser gehen kann und dir die Hand hinhält, damit du nicht ertrinkst.
Er kommt zu dir im Geist von Pfingsten, der tröstet, rettet und heilt.

Gebet: Wenn die Meere toben, Stürme wehn,
werd ich mit dir übers Wasser gehen.
Du bist König über Wind und Flut,
mein Herz wird still, denn du bist gut.
(Hier der englische Originalsong: Still)

Ein frohes und gesegnetes Pfingstfest!

Ihr / dein Hans Löhr 


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