Mittwoch, 7. April 2021

Auf mich kommt es nicht an hl

Losung: Er hat die Sünde vieler getragen, und für die Übeltäter trat er ein. Jesaja 53,12 

Lehrtext: Jesus: Euch, die ihr mir zuhört, sage ich, liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Lukas 6,27+28 

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe sehr, dass du inzwischen nicht überdrüssig bist, wenn in meinen Losungsauslegungen schon wieder von der Feindesliebe die Rede ist. Aber darum geht es nun mal im heutigen Lehrtext.

Dazu diese Gedanken: Jesus verlangt von mir nichts, wozu er nicht bereit ist. Ich soll ihm, so gut ich kann in meinem Leben nachfolgen und nicht er mir. Hundertprozentig schaffe ich das sowieso nicht. Aber wenigstens soll und will ich in der richtigen Richtung unterwegs sein und seinen Weg nachgehen.

Denen, die mich hassen, Gutes tun, das ist viel verlangt, sehr viel. Die mich verfluchen, segnen, - das ist auch viel verlangt, geht aber schon eher ebenso wie für die bitten, die mich beleidigen oder „für Übeltäter eintreten“ (Losung). Aber diese Dinge sind es nun einmal, die mich zu einem Christen machen.

Hingegen die lieben, die einem mehr oder weniger sympathisch sind, das kann auch ein Atheist. Selbst, dass einer sein Leben für seine Freunde lässt, kommt vor, wenn auch selten, bei Christen wie Muslimen, bei Juden wie Buddhisten … und Atheisten.

Doch das kann ich auch als Christ nicht und ich weiß auch von sonst keinem, der das könnte: das Leben für seine Feinde hingeben. Das weiß ich nur von Jesus. Und darum, und nur darum weiß ich auch, dass seine Liebe bedingungslos ist und ausnahmslos allen Menschen gilt. Keiner, kein einziger ist verloren, ob mir das gefällt oder nicht.

Ich jedenfalls hätte, wie gesagt, nicht die Kraft und die Größe zu so einer Liebe. Ich könnte Kinderschändern, die die Seele ihrer Opfer für ein ganzes Menschenleben beschädigt haben, nicht vergeben. Und denjenigen, die Kinder systematisch umbringen oder mit Bomben und Drohnen töten, auch nicht. Doch auf mich kommt es Gott sei Dank nicht an, sondern auf den, der selbst gefoltert und am Kreuzgalgen umgebracht worden ist. Seine Gerechtigkeit ist entscheidend und nicht, was ich davon halte.

Gebet: Herr, es fällt mir schwer zu glauben, dass du wirklich alle Menschen ohne Ausnahme liebst. Aber das erst macht mich gewiss, dass du auch mich liebst. Zum Dank will auch ich zu denen freundlich sein und denen helfen, die ich nicht mag. Das fällt mir noch schwerer. Aber ich will mich bemühen und vertraue dabei auf deine Kraft. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr                                       

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