Mittwoch, 14. April 2021

Der Blick auf das Gute hl

Losung: Der HERR hatte sie fröhlich gemacht. Esra 6,22 

Lehrtext: Jesus zu seinen Freunden: Doch darüber freut euch nicht, dass euch die (bösen) Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Lukas 10,20 

Liebe Leserin, lieber Leser,

„ich ärgere mich“ – lieber nicht. Trotzdem geschieht’s, auch wenn’s dumm ist, dass ich mich zu allem Überfluss noch selbst ärgere, wenn schon andere mich ärgern.

„Ich freue mich 😀“ – ja, je mehr desto besser. Hm, habe ich mich eigentlich heute schon gefreut? Noch nicht so richtig. Muss ich gleich nachholen. Und wie? Gerade kocht meine Tochter für meinen Sohn und für mich das Mittagessen: Couscous. Dass sie das macht, freut mich. Ich muss mir das nur bewusst machen, muss bewusst leben. Mal sehen, wie’s schmeckt. Vielleicht freue ich mich dann noch mal.

Oder soll ich lieber so schreiben, wie es in der Losung steht: „Der Herr macht mich fröhlich“, dass ich mich freuen kann? Warum nicht. Kommt nicht auch meine Freude von ihm. Gibt er mir nicht täglich Gründe, mich zu freuen? Wie gesagt, ich muss mir das bewusst machen, muss bewusst leben.

Die Losung steht in der Geschichte, wie die nach Babylon deportierten Juden nach Jahrzehnten aus der Gefangenschaft heimkamen und zum ersten Mal wieder in Jerusalem das Pessach-Fest (Passa) feierten, die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Das muss für sie eine riesige Freude gewesen sein, auch wenn die äußeren Umstände noch recht jämmerlich waren. Und so erlebten sie ihre Freude auch als ein Gottesgeschenk.

Jesus sagt im Lehrtext seinen Jüngern, dass er ihnen Macht über die bösen Geister gegeben habe und sie ihnen untertan seien. Böse Geister? Damit mein er, wie im Vaterunser, das Böse schlechthin, was einem Menschen widerfahren kann. Es soll sie, es soll dich und mich nicht beherrschen. Mit Hilfe des Glaubens können wir es immer wieder in unsere Gewalt bekommen und nicht umgekehrt.

Doch wenn wir es besiegt haben, sollen wir uns nicht freuen. Der Triumph über den Feind gebiert nur neue Feindschaft. Stattdessen sollen wir unsere Aufmerksamkeit auf Gott richten und uns freuen, dass wir ihm gehören (= Namen im Himmel geschrieben).

Das ist eine allgemeine Lebensweisheit, dass ich mich nicht auf das Negative fixiere, sondern das Gute in den Blick nehme. Leichter gesagt als getan. Ich meine, der Glaube ist auch so etwas wie „der Blick auf das Gute“. Ich muss es nur sehen wollen.

Gebet: Herr, ich danke dir für die großen Freuden in meinem Leben, wie die Geburt meiner Kinder. Aber noch mehr danke ich dir für die vielen kleinen Freuden, die du mir Tag für Tag machst. Sie machen mein Leben lebenswert und stärken meinen Glauben. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr 

PS. Das Couscous hat wirklich gut geschmeckt😀. Wird in unseren Speiseplan aufgenommen.                                       

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Kommentare:

  1. Danke für Ihre täglichen Bibelgedanken.

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  2. Ja, ich freue mich auch über Ihre täglichen Auslegungen, über den momentanen Sonnenschein und dass ich das Gefühl des Freuens auf jeden neuen Tag kenne. Mit Gottes Hilfe Amen
    Elisabeth

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