Donnerstag, 22. April 2021

Freude statt Scham hl

Losung: Die auf den HERRN sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden. Psalm 34,6 

Lehrtext: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Römer 12,12  

Liebe Leserin, lieber Leser,

so wie ich das Losungswort verstehe, sollten sich die Israeliten nicht schämen, dass sie ein so mickriges Volk in einem mickrigen Land waren im Unterschied zu den Großmächten um sie herum. Sie sollten, so der Psalm 34, nicht auf ihre eigene Bedeutungslosigkeit im Vergleich zu anderen schauen, sondern auf den Herrn ihren Gott, den heiligen und ewigen, den allmächtigen und barmherzigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, ihren Retter und Befreier. Dann bräuchten sie nicht mehr schamrot zu werden, sondern könnten vor Freude strahlen, dass sie diesem Gott gehören, von ihm geliebt und getragen.

Von den Israeliten zu dir ist es jetzt nur noch ein winziger Schritt. Vielleicht kennst auch du Minderwertigkeitsgefühle oder fühlst dich bedrückt, wenn du auf deine Probleme schaust oder wenn du dich mit anderen vergleichst, bei denen alles besser zu sein scheint: die Gesundheit, die Kinder, das Bankkonto, das Ansehen, die Ehe, das Auto, das Haus usw. Mag ja sein.

Doch was auf die Israeliten damals zugetroffen hat, trifft auch auf dich jetzt zu: Dein Gott ist heilig und ewig, allmächtig und barmherzig; der Schöpfer von Himmel und Erde und auch von dir. Er ist dein Retter und Befreier. Schau auf ihn, immer wieder, besonders dann, wenn du dir im Blick auf andere klein oder gar minderwertig vorkommst. Denn wer so einen Gott hat wie du und ich, der ist nicht klein oder minderwertig oder sonst irgendwie benachteiligt. Der ist reich an Glaube, Liebe und Hoffnung. Der kann erhobenen Hauptes unter die Menschen. Der hat keinen Grund hochmütig auf andere herabzublicken, aber auch keinen Grund, neidisch zu ihnen aufzublicken. Der hat allen Grund, vor Freude zu strahlen (Losung), »fröhlich zu sein in Hoffnung, geduldig in Trübsal und beharrlich im Gebet« (Lehrtext).

Gebet: Herr, meine Sorgenfalten verschwinden in deinem Licht und meine Angst verweht in deiner Gegenwart. Wenn du nur mich ansiehst und ich auf dich sehen kann, so werde ich zuversichtlich, unbeschwert und froh. Darum lass dein Angesicht über mir leuchten heute, morgen und alle Tage, die du mir schenkst. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Kommentare:

  1. Ich dachte mir spontan, "der hat keinen Grund neidisch zu sein..." hilft dem Neider wenig weiter. Der hat sehr wohl seine Gründe, warum er neidet und was er dem anderen neidet. Er neidet nicht beliebig, sondern begehrt nur das, was ihm persönlich wichtig scheint. Er hat klare Vorstellungen, warum er meint, etwas zu verdienen und der andere nicht. Nicht umsonst sagen Neidforscher, Neid ist im Freundes-/Bekanntenkreis am größten.

    "Du sollst nicht neiden!" hört sich dann auch erst mal wie ein verknapptes Gebot an. Offen bleibt das Warum. Aber wie auch die Coronapolitik zeigt, die Akzeptanz für Verbote steigt und sinkt für uns Menschen oft mit deren gefühlter Sinnhaftigkeit.

    Vielleicht geht es vor allem um ein Schutz für uns selbst. Neid ist Eiter in den Gebeinen, heißt es in den Sprüchen. Ich finde das so was von treffend (ich hätte fast geschrieben toll - wenn's bildlich nicht so eklig wäre.)

    Denn : Neid macht krank. Es zerfrisst uns, wie der Eiter zur Sepsis führen kann. Neid macht des anderen Glück zu unserem Unglück. Wir fühlen uns weniger wert. Weniger attraktiv, weniger erfolgreich, weniger schlau, weniger sexy, weniger talentiert, weniger begehrt, weniger beachtet.... Was auch immer. Neid macht schlechte Laune, verbreitet schlechte Stimmung. Manche werden depressiv und einsam. Und es kann schwer werden, da rauszukommen.

    Aber sehen wir dann auf unseren eigenen Weg mit Gott, dann sehen wir auch, dass dieser ganz anders verlief als der des beneideten. Und ich als Individuum bin jetzt genau da, wo mich Gott haben möchte. Genau da kann ich wirken. Mit meinen individuellen Fähigkeiten, die mir gegeben sind.

    Natürlich kann ich Gott um Dinge bitten, die mir wichtig sind. Und darf darauf vertrauen, daß Gott mir so antwortet, wie es für mich selbst am besten ist.

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