Montag, 29. Juni 2015

Die Macht des Segens hl

Losung: Der HERR, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, lieb hatte. 5.Mose 23,6

Lehrtext: Christus spricht: Ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. Johannes 12,47

Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal geht der Schuss nach hinten los, wenn einer dem anderen eine Grube gräbt und selbst hinein fällt. Vielleicht haben Sie / hast du so etwas schon mal erlebt, dass man dir Böses wollte, aber das Gegenteil ist daraus geworden. Der Fluch hatte sich in Segen gewandelt.
Auf Sardinien durften früher die Frauen nur wertlose Grundstücke am Meer erben. Die wertvollen Ackergrundstücke landeinwärts gehörten immer den Männern. Doch jetzt hat sich das ins Gegenteil verkehrt. Die Landwirtschaft bringt längst nicht mehr so viel ein wie man sich erhofft hat. Aber die Grundstücke am Meer sind im Wert sprunghaft gestiegen, weil dort Hotels und Ferienhäuser gebaut werden. Jetzt profitieren die Frauen Sardiniens davon, dass man sie jahrhundertelang mit den billigen Meer-Grundstücken abgespeist hatte.
Manchmal stellt sich eben ein Nachteil später als Vorteil heraus. Das ist dann so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Die einen meinen, das sei Zufall oder Schicksal. Ich meine, dass Gott seine Hand im Spiel hat, wenn sich ein Fluch in Segen wandelt so wie damals bei den Israeliten. Sie sollten von Bileam, einem bezahlten Magier, verflucht werden. Doch als er seinen Fluch aussprechen wollte, kam ein Segenswort heraus und er erkannte: Wen Gott segnen will, den kann man nicht verfluchen (Losung).
Es gehört zum Wesen Gottes, dass er uns Menschen nicht verflucht, auch wenn er vielleicht manchmal Anlass dazu hätte. Gottes „Beruf“ ist es, die Welt und mit ihr auch dich und mich und diejenigen, die ebenfalls immer wieder scheitern und schuldig werden, zu retten (Lehrtext). Dazu ist Jesus in Bethlehem geboren und auf Golgatha gestorben. Dazu hat Gott ihn auferweckt als ein Hoffnungszeichen für dich und mich.
Davon bin ich überzeugt: Auf Gemeinheit, auf Ungerechtigkeit und Betrug ruht kein Segen. Doch Gott segnet, wer ehrlich und aufrichtig ist, gerecht und großzügig.

Gebet: Herr, wenn andere mir Böses wollen, so sollen sie mir nicht schaden, weil du für mich eintrittst. Was andere von mir und über mich sagen, soll mich nicht fertig machen, solange du gut von mir denkst und mich segnest. Amen

Herzliche Grüße


Ihr / dein Hans Löhr 

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