Donnerstag, 10. November 2016

Du zuerst! hl

Losung: Gott, deine Liebe bedeutet mir mehr als mein Leben! Darum will ich dich loben; mein Leben lang werde ich dir danken und meine Hände zum Gebet emporheben. Wenn ich nachts in meinem Bett liege, denke ich über dich nach, meine Gedanken sind dann nur bei dir. (Psalm 63,7). Denn du hast mir immer geholfen; ich preise dich, unter deinem Schutz bin ich sicher und geborgen. Ich klammere mich an dich, und du hältst mich mit deiner starken Hand.

Lehrtext: O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Römer 11,33

Liebe Leserin, lieber Leser,

worüber du wohl vor dem Einschlafen alles nachdenkst? Meistens sind es wohl persönliche Dinge. Zurzeit kommt vielleicht die etwas bange Frage hinzu, wie es nun nach den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten weitergeht. Vielleicht sind bei dir die Sorgen vorherrschend oder ein Gefühl der Dankbarkeit oder ein Mix von beidem.
Ich will mir für heute Abend die Losung zu Herzen nehmen und vor dem Einschlafen über Gott nachdenken. Und falls ich nachts aufwachen sollte, dass ich auch dann wieder über ihn nachdenke und alle anderen Gedanken erstmal hintanstelle. 
Ich habe da so einen kleinen Trick, indem ich mein Nachdenken über Gott und mein Gebet mit diesen zwei kleinen Wörtern beginne: ‚Du zuerst!‘ Dann muss ich nicht die anderen Dinge gewaltsam verdrängen oder unterdrücken, die mir in den Sinn kommen, sondern kann ihnen ihren Platz anweisen. Und der ist nicht die „1. Reihe“. Öfter geschieht es dann, dass nach meinem Nachdenken über Gott bzw. nach meinem Gebet die anderen Dinge schon gar nicht mehr so wichtig sind und ich sie darum erst einmal auf sich beruhen lasse, weil ich sie, weil ich mich ja bereits Gott anvertraut habe.
Und woran soll man denn denken, wenn man über Gott nachdenkt? Der Lehrtext legt nahe, über die unerforschlichen Wege Gottes nachzudenken.  Also das ist mir vor dem Einschlafen zu viel. Da werde ich höchstens wieder wach. Ich fange meistens damit an, dass ich Gott erst einmal danke – egal was ich den Tag über erlebt habe. Zum Danken finde ich immer was. Und oft sage ich dann noch zu ihm:

Gebet: Herr, ich bin so froh, dass ich dir gehöre. Du hast mir versprochen jederzeit bei mir zu sein und sagst, dass du mich liebst. Darauf vertraue ich und nehme dich beim Wort. Und nun gebe ich dir alles, was mir durch den Sinn geht und was ich auf dem Herzen habe. Ich bitte dich, dass du mir dafür deinen Frieden gibst, damit ich ruhig werde und schlafen kann. Bleibe die Nacht über bei mir und geh morgen wieder mit in den neuen Tag. Behüte alle, die zu mir gehören und von denen ich weiß, dass sie dich jetzt brauchen. Amen

Herzliche Grüße

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