Donnerstag, 17. November 2016

Moses und der Gestiefelte Kater hl

Losung: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. 5.Mose 10,14

Lehrtext: Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt. Römer 1,20

Liebe Leserin, lieber Leser,

erinnerst du dich noch an das Märchen vom Gestiefelten Kater? Wer es nicht mehr so genau weiß, kann es ja in seinem Märchenbuch oder hier nachlesen. Es lohnt sich. Jedenfalls gelingt es dem Kater, dass sein Herr, ein armer Müllerbursche, in der Kutsche des Königs mitfahren darf. Sie sind unterwegs zum Schloss des Zauberers. Der Kater aber ist vorausgegangen und zu einer großen Wiese gekommen, wo über hundert Leute waren und Heu machten. "Wem ist die Wiese, ihr Leute?" fragte der Kater. "Dem großen Zauberer." - "Hört, jetzt wird gleich der König vorbeifahren, wenn er wissen will, wem die Wiese gehört, so antwortet: dem Grafen; und wenn ihr das nicht tut, so werdet ihr alle erschlagen." Darauf ging der Kater weiter und kam an ein Kornfeld und dann zu einem Eichenwald. Immer wieder sagte er das gleiche zu den Leuten. Die taten, wie ihnen geheißen, da der Kater in seinen Stiefeln und mit seinem Federhut höchst ungewöhnlich aussah und sie sich fürchteten. Kurz und gut: Der Kater bringt den Zauberer dazu, sich in eine Maus zu verwandeln, frisst ihn auf, und nun gehört das Schloss des Zauberers mit den großen Wiesen, Feldern und Wäldern seinem Herrn, den er beim König als Grafen ausgegeben hatte. Schließlich heiratet der Müllersohn die Königstochter und lebt mit ihr glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das alles hat er der List, Lüge und Tücke des Gestiefelten Katers zu verdanken.
Doch bei der heutigen Losung haben wir es nicht mit einem Märchen, sondern mit der Bibel zu tun. Da spricht auch nicht ein Kater, sondern Moses höchstpersönlich. Er sagt: »Dem Herrn, eurem Gott, gehört der weite Himmel, die Erde und alles, was dort lebt. Doch euren Vorfahren wandte er seine besondere Liebe zu. Euch, ihre Nachkommen, hat er aus allen Völkern auserwählt, sein Volk zu sein. Das seid ihr heute noch!«
Weil das so ist und ich daran nicht zweifle, nehme ich mir die Freiheit und sage: Du bist ein Sohn / eine Tochter des Herrn, deines Gottes. Alles was ihm gehört, gehört auch dir: Sonne, Mond und Sterne, Himmel und Erde, Luft und Wasser, Land und Feuer, alle Tiere unter dem Himmel, auch der Wind und der Schnee, die Blumen und die Früchte, der Raureif, der Sonnenaufgang, der Gesang der Vögel, das bunte Herbstlaub, die Musik und die Liebe… – die ganze weite Welt, sie gehört dir. Gott hat sie dir geschenkt, damit du dich an ihr und in ihr freust und ihn dafür lobst und ihm dankst.
Das alles, was er dir geschenkt hat, ist für dich ein Hinweis auf ihn, deinen Gott. Denn ohne ihn ist nichts, was ist. Und durch ihn ist alles, was ist, auch du und auch ich (Lehrtext).
Der Kater hat die Leute mit Drohungen zum Lügen verführt. Mose muss nicht drohen und auch nicht lügen. Er sagt schlicht und einfach, was er glaubt und weiß. Warum sollte ich ihm das nicht abnehmen? Kein Märchen auf der ganzen Welt kann mir so etwas Schönes erzählen, das auch noch wahr ist. Natürlich gehört dir das alles nicht allein. Aber schmälert das deinen Reichtum, wenn du ihn mit anderen teilst? Und wenn du das nächste Mal nicht gut drauf bist, dich vielleicht unbedeutend und minderwertig fühlst, dann geh raus, schau dir die Welt an und sage:

Gebet: Wow, Herr, das alles ist mir geschenkt, ohne dass ich etwas dafür getan habe. So sehr liebst du mich. Ich habe allen Grund, mich über dich zu freuen und dich zu lieben. Ich habe allen Grund, aufrecht und mit erhobenem Haupt durch deine Welt zu gehen. Amen

Herzliche Grüße

Ihr / dein Hans Löhr 

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