Montag, 13. August 2018

Nachdenken über Gebote hl

LosungDem HERRN, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen. 5.Mose 13,5 

LehrtextJesus spricht: Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe. Johannes 15,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast du schon mal darüber nachgedacht, warum du die Verkehrsregeln einhältst? Aus Angst vor einem Bußgeld oder einer noch empfindlicheren Strafe? Oder weil man es halt so macht? Oder weil du weißt, dass es in deinem ureigensten Interesse ist, dich daran zu halten, um dich und andere nicht zu gefährden? Ähnlich verhält es sich mit den Geboten Gottes. Man richtet sich im Großen und Ganzen danach, weil es letztlich im eigenen Interesse ist. Ich will nicht von meinen Mitmenschen belogen, bestohlen oder getötet werden und darum tue ich das auch nicht. 
     Über Jahrtausende waren göttliche Gebote gemeinschaftsstiftend und haben eine Familie, eine Sippe oder eine Gesellschaft stabilisiert. Sie waren der Orientierungsrahmen, an den man sich gehalten hat. Und das galt für den Glauben allgemein. Ein gemeinsamer Glaube hat die Gemeinschaft gestärkt und dem einzelnen Halt gegeben. Bei einer Minderheit in unserem Land ist das heute noch so. Nun, das gilt nicht nur für Christen, sondern auch für Juden (siehe Losung) oder Muslime. Gerade bei den Letzteren hat ihr Glaube noch eine starke, prägende Kraft für das Zusammenleben. Und wer als Muslim in eine säkulare Gesellschaft wie die unsere kommt, hält sich meist erst recht an seinen Glauben, weil ihm das in der Fremde Heimatgefühl und Geborgenheit vermittelt. Das ist übrigens bei Deutschen, die im Ausland leben, nicht sehr viel anders.
     Und was ist mit den anderen? Woran orientieren die sich? Was gibt ihnen Halt? Viele orientieren sich daran, wie sie auf andere wirken und tun, womit sie akzeptiert werden. Und Halt geben ihnen andere Menschen: Freunde, Partner, Familie … Aber das alles ist zerbrechlich und ändert sich fortwährend. Du musst dann  darauf schauen, den Anschluss nicht zu verlieren und mit dem Strom zu schwimmen. Richtig bitter wird es, wenn du aus welchem Grund auch immer zum Außenseiter wirst. Dann kannst du plötzlich in einer großen Menge von Menschen ziemlich einsam sein.
     Jesu Gebot aus dem Lehrtext ist keiner Mode und keinem Zeitgeist unterworfen. Es ist heute genauso wichtig wie es damals war. Und darum wiederhole ich noch einmal, was ich bereits gestern in der Losungsauslegung geschrieben habe: Wir sollen nicht die Liebe schuldig bleiben, weder Gott, noch unseren Mitmenschen noch uns selbst; denn durch sie werden wir erlöst. Mit ihr lösen wir unsere Probleme. Mit ihr können wir auch in den Herausforderungen bestehen, die auf uns alle zukommen werden: Mit der Liebe zum Frieden, mit der Liebe zu den Tieren und zur Natur, mit der Liebe zu denen, die Hilfe brauchen und mit der Liebe zu Gott. Sie lässt uns auf ihn schauen und nach seinen Geboten fragen.

Gebet: Herr, wenn ich meinen Glauben verliere, habe ich alles verloren. Dann bin ich ein Blatt im Wind, Gischt im Ozean, ein Wolkenfetzen am Himmel. Dann werden die Dinge zu meinem Gott, die Eindruck auf mich machen und die Menschen, die mich in der Hand haben. Doch der Glaube ist mein Anker in der Zeit, der Fels, auf dem ich stehe. So finde ich Halt im Auf und Ab des Lebens. Ich danke dir für meinen Glauben. Er hilft mir, mich zurechtzufinden und gibt mir Geborgenheit. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr


Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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