Freitag, 3. August 2018

Gott wandelt Fluch in Segen hl

​​Losung: Der HERR, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, lieb hatte. 5.Mose 23,6 

LehrtextSind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen. 2.Timotheus 2,13 

Liebe Leserin, lieber Leser,

manche, die sich besonders schlau vorkommen, behaupten, in der Bibel stünden lauter Märchen und deshalb könne man sie nicht ernst nehmen. Wenn ich sowas höre, seufze ich unwillkürlich vor Bedauern. Richtig ist, dass die Bibel neben vielen anderen literarischen Gattungen auch Märchen enthält. Doch im Unterschied zu den Märchen, die man sonst so kennt, sind diese in erster Linie Glaubensgeschichten, so wie das schöne Märchen vom Zauberer Bileam und seinem sprechenden Esel (4. Buch Mose Kapitel 22-24). Doch worum es in diesem Märchen geht, ist nicht das „Wunder“, dass ein Esel sprechen kann, sondern was in der heutigen Losung steht: Der HERR, dein Gott, wandelte dir, du Volk der Israeliten, den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, lieb hatte Und das nehme ich durchaus ernst.
     Unter uns leben Menschen, die glauben, ihr Schicksal stehe unter einem schlechten Stern, ihr Leben sei verwünscht. Denn nichts scheint ihnen zu gelingen und sie oder ihre Familie trifft ein Schicksalsschlag nach dem anderen. Ich gehöre nicht zu ihnen und darum weiß ich auch nicht, was ich an ihrer Stelle glauben würde. Aber das glaube ich ganz fest, dass kein Mensch von Gott verflucht ist. Er bleibt seinen Geschöpfen treu, auch wenn wir ihm und unseresgleichen nicht treu sein sollten. (Lehrtext)
     Als der Zauberer Bileam gegen viel Geld die israelitischen Flüchtlinge aus Ägypten im Auftrag des fremden Königs Balak verfluchen sollte, brachte er es nicht zustande, weil Gott es nicht wollte. Und so sagte er zu Balak: „Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht flucht? Wie soll ich verwünschen, den der HERR nicht verwünscht?“ So wenig wie ein normaler Vater seine eigenen Kinder verflucht, sondern segnet, weil er sie liebt, so wenig und noch weniger verflucht Gott. 
     Auch du, was für ein Schicksal auch immer du hast, bist von ihm gesegnet und geliebt, auch wenn du gerade eine Krisenzeit durchmachen musst. Manchmal ist auch eine Krise ein Segen. Doch das weiß man erst hinterher. 
     Auch die Millionen Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Ostgebieten in den Westen fliehen mussten, waren von ihm gesegnet und geliebt. Viele von ihnen haben das damals so nicht sehen können. Zu hart war das Leben. Aber man muss heute nur auf ihre Kinder und Enkel schauen, um zu erkennen, dass es gestimmt hat. Viele Deutsche, die damals im Bereich der alten Bundesrepublik gelebt haben und Flüchtlinge aufnehmen mussten, hatten das auch nicht so gesehen. Sie lehnten diese Menschen ab, die alles verloren hatten. Sie betrachteten sie als Eindringlinge, die oft ein anderes Bekenntnis hatten und fremde Dialekte sprachen. Die ihre kulturellen Eigenheiten aus der Heimat mitbrachten und deswegen von den Einheimischen misstrauisch beäugt wurden. Das Wort „Flüchtlinge“ war in meiner Kindheit negativ besetzt so wie auch heute wieder. Und trotzdem, sie waren von Gott gesegnet und geliebt. Warum sollten das die Flüchtlinge heute nicht sein? In 20,30, 50 Jahren wissen wir die Antwort. Und dann wissen wir auch, wie es denen geht, die ihre eigene Angst nicht in den Griff kriegen und ihnen heute fluchen statt sie mit Menschlichkeit zu segnen.

Gebet: Herr, denen, die du segnest, darf ich nicht fluchen. Denen du treu bist, darf ich mich nicht entziehen. Regiere du mein Denken und Fühlen, dass ich dir folge und nicht denen, die hetzen und die Menschlichkeit verraten. Lass mich auch in meinen schweren Zeiten an dem Glauben festhalten, dass ich von dir gesegnet bin und bleibe. Das soll mir Kraft geben, zu bestehen und zu überwinden. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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