Mittwoch, 8. August 2018

un/sichere Zeiten hl

​​Losung: Der HERR hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllt. Und du wirst sichere Zeiten haben: Reichtum an Heil, Weisheit und Klugheit; die Furcht des HERRN wird Zions Schatz sein. Jesaja 33,5-6

LehrtextJesus spricht: Geht und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Matthäus 10,7 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 „Sichere Zeiten“ (Losung) – das wünschen sich viele. Nun haben wir es in Deutschland noch verhältnismäßig gut. Aber auch in unserem Land macht sich das Gefühl breit, dass die Zeiten zunehmend unsicher werden und das aus ganz unterschiedlichen Gründen, aus wirtschaftlichen, politischen, militärischen und klimatischen Gründen. Viele reagieren darauf, dass sie Zuflucht bei Politikerinnen und Politikern nehmen, die markige Sprüche drauf haben. Die das nicht im politischen Alltag umsetzen müssen, was sie vollmundig kritisieren oder versprechen. Aber wozu soll man denn dann Zuflucht nehmen in Zeiten wie diesen?
     Die Antwort ist alt und aktuell zugleich. Sie steht unter anderem im heutigen Losungswort mit dem Halbsatz, den ich noch mit abgedruckt habe. Gott verknüpft sein Versprechen auf sichere Zeiten nicht damit, dass er Jerusalem (Zion) mit Geld und Waffen anfüllt, sondern mit Recht und Gerechtigkeit, mit Weisheit und Erkenntnis. Das wird dafür sorgen, dass es den Bewohnern Jerusalems  „in jeder Hinsicht gut geht“ (Übersetzung Hoffnung für alle). Ihr größter Schatz aber wird die Ehrfurcht vor Gott sein, dass man ihn und seinen Willen respektiert. (Losung)
     Doch das eine ist, was Gott seinen Menschen schenken möchte. Und ein anderes ist es, worauf sie „abfahren“. Die politischen und religiösen Führer Jerusalems hielten sich selbst für klug, machten ihre eigene „Sicherheitspolitik“ und und führten damit sich und die Bewohner ins Unglück. Aber ich muss mich auch selbst fragen: Bin ich offen für das, was Gott mir schenken will und nehme es dankbar an oder denke ich mir selber die Dinge aus, die mich glücklich und sicher machen sollen?
     Die Geschichte zeigt, wo man sich hauptsächlich auf Macht- und Militärpolitik verlässt, geschieht genau das, was bisher immer geschehen ist: Ein Staat geht zugrunde und mit ihm eine große Zahl Menschen. Wo man nicht mehr nach Gott fragt und man vor nichts mehr Ehrfurcht hat, ist man schon auf der schiefen Bahn, weil man nur noch seiner eigenen Nase folgt und egoistisch seine privaten Interessen verfolgt.
Das alles ist nicht neu. Aber das alles ist aktuell. Nicht nur in anderen Erdteilen, auch in Europa und zunehmend auch in unserem Land.

     Die Geschichte der Bewohner Jerusalems und der Israeliten endete im Jahr 70 nach Christus in einer großen Katastrophe. Sie konnten und wollten nicht glauben, dass Gott ihnen mit Jesus sein größtes Geschenk gemacht hatte, nicht nur ihnen, sondern allen seinen Menschen. In ihm ist das Himmelreich nahe zu uns gekommen. Doch das Himmelreich macht äußerlich nicht viel her. Damit kann man nicht glänzen und nicht angeben. Damit kann man keine Macht ausüben, keine Reichtümer anhäufen und keine Armee finanzieren. Es ist halt 'nur' ein Reich der Sanftmut und Freundlichkeit, des Friedens und des Gottvertrauens. Wer will denn schon ein solches Reich? Wer fühlt sich denn schon darin sicher? Wer richtet sich denn schon nach Gott?

Gebet: Herr, in der Zeitung und in den Nachrichten suche ich nach Berichten, die mich zuversichtlich machen und mir Sicherheit geben. Aber ich kann nichts finden. Da ist niemand, dem ich ganz und gar vertrauen kann. Du bist meine einzige Hoffnung. Du hast doch die ganze Welt in deiner Hand. Du wirst dafür sorgen, dass es für mich und meine Lieben eine Zukunft gibt und für die anderen auch. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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