Montag, 31. Mai 2021

Schon auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel hl

Losung: So spricht der HERR: Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, dass es komme, und meine Gerechtigkeit, dass sie offenbart werde. Jesaja 56,1 

Lehrtext: Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils! 2.Korinther 6,2 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

worauf wartest du eigentlich? Wartest du darauf, dass sich in deinem Leben noch einmal irgendetwas bessert oder wartest du resignativ, dass es irgendwie und irgendwann schlechter wird? Wir haben zwei Sprichwörter für jede der beiden Möglichkeiten. Das eine sagt: „Hoffen und harren macht manchen zum Narren“ und das andere: „Der Pessi-mist ist der einzige Mist, auf dem nichts wächst“. Hm, welchem Wort neigst du zu?

Der Prophet Jesaja im Lehrtext wartet darauf, dass Gottes Heil und seine Erlösung bald kommen werden und ruft seine Landsleute dazu auf, sich jetzt schon entsprechend zu verhalten. Die meisten Juden warten noch immer, dass ihr Erlöser in Gestalt des Messias kommen und ihnen, dem auserwählten Volk, Gottes Heil bringen wird.

Auch manche Christen warten seit den Tagen des Neuen Testaments, dass Jesus wiederkommen wird »zu richten die Lebenden und die Toten«, wie es im Glaubensbekenntnis heißt. Inzwischen warten Christen schon 2000 Jahre. Ich warte nicht mehr und die meisten Glaubensgeschwister, die ich kenne, auch nicht.

Ich nehme vielmehr Paulus mit seinem Lehrtext beim Wort und sage: Worauf noch warten? Mit Christus ist Gott zu einem jeden Menschen auf die Erde gekommen. Der Erlöser ist längst da, und mit ihm »der Tag des Heils« (Losung).

Doch wir sind Zwischenwesen in einer Zwischenzeit. Wir hängen zwischen dem „Schon“ und dem „Noch“. Es stimmt, diese Welt, also die Schöpfung insgesamt und du und ich, wir leiden noch unter der Vergänglichkeit und doch sind wir durch Christus schon erlöst. Anders gesagt: Wir müssen in dieser Welt noch durch manches finstere Tal. Doch nicht ohne Hoffnung. Wir gehen im Glauben schon an seiner Hand bis wir das Licht am Ende des Tunnels sehen.

Ich meine, es bringt nichts, auf bessere Zeiten zu warten. Ich muss und ich will jetzt leben so gut ich kann. Und dabei bin ich nicht allein. Gott ist in Jesus Christus bei mir und bei dir, schon jetzt. 

Gebet: Herr, stärke meinen Glauben, dass ich auch in schweren Zeiten durchhalte und nicht aufgebe. Dass ich weiterhin auf dich vertraue und zugleich tue, was in meinen Kräften steht. Noch bin ich unterwegs, aber du bringst mich ans Ziel. Amen

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

Nachtrag: »Die lebensklügeren Juden wissen schon, warum sie fest daran glauben, dass der ersehnte Erlöser niemals kommen wird. Und käme der Messias, dann würde ich die Flucht ergreifen. In gottbewachter Geborgenheit möchte ich nicht dahindämmern und mich zu Tode langweilen. Ich bevorzuge den Streit der Welt – und die Liebe. Lebendig leben mit begründeter Verzweiflung und mit begründeter Hoffnung.« 
     Das schreibt der atheistische Jude Wolf Biermann in seiner Biografie. Doch ich sage als Freund und Bruder des Juden Jesus:
     Der Erlöser ist mit ihm gekommen, hat sich in den Streit der Welt eingemischt, hat sein Leben gewagt und verloren, damit die Liebe gewinnt, auch die zu seinen Feinden. Mit ihm kann ich lebendig leben mit begründeter Verzweiflung, was mich und diese Welt betrifft, und mit begründeter Hoffnung, was Gott betrifft.

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3 Kommentare:

  1. Ja, Amen!
    Jesus nimmt uns jeden Tag an die Hand und begleitet uns.
    Auch in für uns schwierigen Zeiten.
    Auch wenn wir ihn nicht immer spüren, weil wir mit irrigen Regeln erzogen worden sind.
    Gott ist unser aller Vater und wir sind seine geliebten Kinder.
    In der Pubertät wollten wir auch zeitweise nichts mit den Eltern zu tun haben.
    Wachet auf, ruft uns die Stimme....
    Elisabeth

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  2. Wir haben doch nur dieses eine, von Gott geschenkte Leben. Also worauf warten?? Leben wir mit ihm an unserer Seite, jetzt, heute. Gott möchte doch, dass es seinen Menschenkindern gut geht. Und ich denke, dieses vergangene Jahr hat uns doch gezeigt, was wichtig Ist und was wir vermissen, wenn wir es nicht können... LEBEN
    Liebe Grüße von Anke

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  3. Ich bin immer wieder gerne auf diesem Blog;)

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