Mittwoch, 6. Februar 2019

Mut zur Hoffnung. Hellwach für die Zukunft. hl

Losung: O Land, Land, Land, höre des HERRN Wort! Jeremia 22,29 

Lehrtext: So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein. 1.Thessalonicher 5,6 

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute mache ich es mir leicht und dir schwer. Heute sollst du allein über das Losungswort nachdenken und über den Zusammenhang, in dem es in der Bibel steht. Und wenn du das liest, so frage dich dabei: Hat dieses Wort mit unserer Zeit und den Verhältnissen in unserem Land irgendetwas zu tun? Und falls du meinst, das könnte sein, so überlege bitte: Auf welche Zustände heute könnte zutreffen, was da geschrieben steht?

1 Der HERR befahl mir, dem Propheten Jeremia, in den Königspalast zu gehen 2 und dort zu verkünden: 
»Höre, was der HERR dir, Jojakim, zu sagen hat, du König von Juda, und deinen obersten Beamten und deinem Volk. 3 So spricht der HERR: Sorgt für Recht und Gerechtigkeit! Helft den Menschen, die beraubt und unterdrückt werden! Den Ausländern, Waisen und Witwen tut keine Gewalt an und nutzt sie nicht aus! Hört auf, hier das Blut unschuldiger Menschen zu vergießen! 4 Wenn ihr euch daran haltet, dann werden in diesem Palast auch weiterhin Könige regieren, die Nachkommen von David sind. 5 Doch wenn ihr nicht auf meine Worte hört, wird dieser Palast zum Trümmerhaufen. Das schwöre ich, der HERR.  
     Wehe dem, der seinen Palast ausbaut und dabei Unrecht tut. 15 Bist du deshalb ein großer König, weil du prunkvolle Bauten errichtest? Auch dein Vater Josia hat sein Leben genossen, doch er sorgte für Recht und Gerechtigkeit, und darum ging es ihm gut. 16 Er verhalf den Armen und Bedürftigen zu ihrem Recht und hatte Erfolg bei dem, was er tat. Wer so lebt, hat mich, den HERRN, wirklich erkannt. 17 Aber du hast nur eins im Sinn: Gewinn um jeden Preis! Du bringst unschuldige Menschen um, wenn du irgendeinen Vorteil davon hast; vor Unterdrückung und Erpressung schreckst du nicht zurück. 18 Hört darum, was ich, der HERR, über König Jojakim sage, den Sohn König Josias von Juda: Wie einen toten Esel schleift man ihn fort und wirft ihn weg, draußen vor die Tore von Jerusalem!«
     
Und auch zum neuen König in Jerusalem, zu Joachim, dem Sohn Jojakims, sagt Gott durch seinen Propheten: »Noch wohnst du ungestört im Palast, du hast dich in Zedernbauten eingenistet – doch wie wirst du stöhnen, wenn dich die Schmerzen überfallen wie Geburtswehen eine Frau! 24 : Ich schwöre dir, so wahr ich lebe:  Ich werde dich deinen Todfeinden ausliefern, vor denen du dich so sehr fürchtest, dem babylonischen König Nebukadnezar und seinen Truppen. 26 Dich und deine Mutter jage ich fort in ein fremdes Land, aus dem keiner von euch beiden stammt, und dort werdet ihr sterben. 27 Doch in eure Heimat, nach der ihr euch sehnt, werdet ihr nie mehr zurückkehren!« 28 Ihr fragt: »Warum jagt man ihn und seine Kinder fort in ein unbekanntes Land?« 29 Hört her, ihr Bewohner des ganzen Landes, hört auf das Wort des HERRN! [= Losung: O Land, Land, Land, höre des HERRN Wort!] 30 So spricht der HERR: »Tragt diesen Mann als kinderlos in die Verzeichnisse ein; sein Leben lang hat er kein Glück! Keinem seiner Kinder wird es gelingen, als Nachkomme von David in Juda zu regieren!«  (Auszug aus Jeremia 22,1-30)
  • Was meinst du, warum stehen solche Worte in der Bibel?
  • Was garantiert den Herrschenden den Fortbestand ihrer Herrschaft und dem Volk Wohlstand und Frieden?  
  • Wie steht es um das Verhältnis von Luxus, Unrecht und Untergang heute?
  • Ich meine: Nicht Gott straft Menschen wegen ihres Fehlverhaltens, sondern sie bestrafen sich selbst, weil Unrecht nicht von Dauer ist und denen zum Verhängnis wird, die Unrecht tun oder dulden. Was meinst du dazu?
Der Lehrtext heißt im Zusammenhang: Ihr, liebe Brüder und Schwestern, lebt ja nicht in der Finsternis. Also kann euch der Tag, an dem der Herr kommt, auch nicht wie ein Dieb in der Nacht überraschen. 6 Darum lasst uns nicht schlafen wie die anderen! Wir wollen hellwach und nüchtern bleiben! 7 Wer schläft, tut das in der Nacht, und die Säufer feiern nachts ihre Trinkgelage. 8  Wir aber sind Kinder des Tages und wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.  

"Lasst uns nicht schlafen, sondern hellwach bleiben." Paulus rechnete noch damit, dass Jesus jeden Augenblick wiederkommen könnte, und wollte diesen Augenblick nicht verschlafen. Wir rechnen nicht mehr so. Aber vielleicht ist sein Aufruf hellwach zu bleiben in unserer Welt und Zeit genauso sinnvoll, damit wir nicht erst dann aufwachen, wenn es für eine lebenswerte Zukunft zu spät ist. Wir müssen denen widerstehen, die auf dem Rücken von Bedürftigen und Ausländern und auf Kosten der Natur und somit der Zukunft unserer Kinder Gewinn um jeden Preis machen wollen. Wie ein solcher Widerstand aussehen könnte, weiß ich auch nicht. Vielleicht hast du eine Idee. Man kann ja damit anfangen, dass man solche Initiativen wie gegen das Arten- und Bienensterben unterstützt, ins Rathaus geht und sich dort für das aktuelle Volksbegehren einträgt.

Gebet: Herr, du gibst jedem von uns Verantwortung für das eigene Leben, für das Zusammenleben mit anderen und für die Lebensgrundlagen auf dieser Erde. Du siehst, wie schwer wir uns tun, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Wir wollen uns bemühen. Aber wir brauchen dazu auch deine Hilfe. Wir brauchen den Glauben, um die Hoffnung nicht zu verlieren. Und wir brauchen die Hoffnung, um nicht aufzugeben. Mach uns dazu Mut und gib uns dazu Kraft. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen im Internet-Blog<http://glaubenswachstum.blogspot.com/
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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