Montag, 4. Februar 2019

Von verborgenen Schätzen hl

LosungDas Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Psalm 19,8 

Lehrtext: In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Kolosser 2,3 

Liebe Leserin, lieber Leser,

nein, das Gesetz des Herrn ist nicht vollkommen. Das meinten zwar damals die Israeliten. Das meinen heute noch die Juden. Aber „Christus ist das Ende des Gesetzes“ (Römer 10,4), das Menschen geschrieben und für göttlich erklärt haben. Gott regiert doch nicht mit Gesetzen wie Menschen es tun! Für Christen gilt nur ein Gebot, in dem alle anderen enthalten sind, auch die Zehn Gebote: Jesus sagt, du sollst Gott und deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
     Aber kaum war das Gesetz für die ersten Christen abgetan, kam die Kirche und hat neue erlassen. Denn mit nichts beherrscht man Menschen besser als mit Geboten und Verboten besonders im Bereich der Sexualität. Mit nichts kann man Menschen besser ein schlechtes Gewissen machen, als dass man in ihren Intimbereich hineinregiert. Und mit schlechtem Gewissen, verbunden mit der Angst vor ewigen Höllenqualen, hat man Menschen jahrhundertelang in der Gewalt gehabt und von ihnen Gehorsam und Geld abgepresst.
     Für mein Leben sind nicht religiöse Gesetze maßgeblich, sondern Christus. In ihm, so sagt der Lehrtext, »liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis«, auch die Erkenntnis dessen, wie ich glauben und leben kann. In ihm erkenne ich, wer und wie Gott ist: Mein barmherziger und liebender Schöpfer und Vater. In ihm erkenne ich, wer und wie ich bin: Sein liebesbedürftiger und fehlbarer Mensch. In ihm erkenne ich, was die Welt ist: Gottes gute (!) Schöpfung, die ich nicht verachten muss, sondern lieben darf. 
     Darum setze ich mich auch dafür ein, diese Welt als einen guten Lebensort für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten. Darum habe ich mich auch in das Volksbegehren gegen das Bienensterben eingetragen. Darum haben wir in unserem Garten fast nur noch Pflanzen, die Insekten Nahrung bieten und füttern die Vögel das ganze Jahr, weil die grüne Gift- und Gülle-Wüste hinter unserem Garten für sie kein Lebensraum mehr ist.
     Christus ist das Ende des Gesetzes und der Anfang des Vertrauen auf den barmherzigen Gott. 

Gebet: Herr, wie froh bin ich, dass ich nicht unter der Last irgendwelcher religiösen Gesetze leben muss. Wie froh bin ich, dass mir kein Papst, kein Bischof und kein Pfarrer mehr ein schlechtes Gewissen machen kann. Ich lebe als dein geliebter Mensch unbeschwert in deiner guten Welt. Und wenn ich Probleme habe, muss ich nicht fürchten, dass du mich damit strafst, sondern kann darauf vertrauen, dass du mir hilfst. Du bist ein wunderbarer Gott! Und es ist wunderbar, dir glauben und dir vertrauen zu können. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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