Dienstag, 30. März 2021

Wenn ein Kind zur Hoffnung wird hl

Losung: Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter. Jesaja 9,5 

Lehrtext: Jesus Christus empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. 2.Petrus 1,17 

Liebe Leserin, lieber Leser,

merkwürdig, dass in der Bibel wie in Märchen immer wieder mal ein Kind zum Herrscher wird (Losung) und die Welt rettet. Als Christ denke ich dabei sofort an Jesus im Stall von Bethlehem, dem die Weisen aus dem Morgenland huldigen und der zur Hoffnung der Welt werden sollte. Doch als er erwachsen ist, kommt er nicht auf einem Schlachtross daher mit einer bewaffneten Eskorte und einem Beutel voll Gold. Er zieht am Palmsonntag unbewaffnet und arm auf einem Esel in Jerusalem ein.

Trotzdem fürchten ihn die Mächtigen in Staat und Kirche und bringen ihn um. Denn seine Botschaft ist gefährlicher als Feuer und Schwert. Er verkündet Gottes Liebe für jeden Menschen. Keiner wird bevorzugt, keiner wird verstoßen. Damit untergräbt er die Fundamente der menschlichen Ordnung, die auf Gewalt und Ausbeutung gebaut ist, auf Belohnung und Strafe. Dafür krönt man ihn mit der Dornenkrone und „erhöht“ ihn am Kreuz.

Auch in Michael Endes „Unendlicher Geschichte“ regiert ein Kind, die kindliche Kaiserin. Sie ist die Herrscherin des Reiches Phantásien, doch sie herrscht nicht und macht niemals von ihrer Macht Gebrauch. Sie urteilt nicht; vor ihr gelten alle Wesen gleich, unabhängig davon, ob sie schön oder hässlich, böse oder gut sind. Sie ist das Herz Phantásiens. Sollte sie sterben, würden auch Phantásien und alle Phantásier aufhören zu existieren. (Wikipedia) Die Anleihen Michael Endes am Evangelium liegen auf der Hand.

Am Karfreitag stirbt mit Jesus alle Hoffnung, dass die Liebe siegt. Das Böse scheint gesiegt zu haben. Am Ostermorgen wacht mit ihm diese Hoffnung von den Toten wieder auf. Das Böse soll nicht für immer triumphieren, der Tod nicht das letzte Wort haben. Damals nicht und heute nicht. In den Glaubenden glimmt dieser unauslöschliche Hoffnungsfunke. Damals und heute.
Hoffnung, die dunkle Nacht erhellt.
Hoffnung, die niemals zusammenfällt.
Hoffnung, Christus schenkt sie aller Welt.

Nun liegt es an dir und mir, dass diese Hoffnung auch in uns aufersteht und wir sie durch unser Leben weitergeben. Sie und nur sie lässt mich in dieser Zeit und Welt zuversichtlich bleiben. 

Gebet: Herr Jesus Christus, du bleibst meine Hoffnung gerade dann, wenn Menschen ihre Hoffnung verlieren. Du bist meine Zuversicht gerade in dieser ungewissen Zeit der Pandemie. Wo alle nur noch vermuten, bist du mein Halt. Du kennst meinen Weg und mein Ziel. Amen 

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr                                       

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