Samstag, 20. März 2021

Neuer Weg. Neues Feuer. hl

Losung: Gideon sprach zu dem Engel des HERRN: Ist der HERR mit uns, warum ist uns dann das alles widerfahren? Richter 6,13

 

Lehrtext: Jesus war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Markus 4,38

Liebe Leserin, lieber Leser,

Und immer, wenn Israel gesät hatte, kamen die Midianiter und Amalekiter und lagerten sich gegen sie und vernichteten die Ernte des Landes bis hin nach Gaza und ließen nichts übrig an Nahrung in Israel, weder Schafe noch Rinder noch Esel. Da erschien dem Gideon der Engel des HERRN und sagte: »Der HERR steht dir bei, du starker Kämpfer!« Gideon erwiderte: »Ach, mein Herr, wenn Gott uns wirklich beisteht, warum geht es uns dann so schlecht? Wo sind all die Wunder, von denen unsere Eltern uns erzählt haben? Sie sagen, der HERR habe uns aus Ägypten befreit. Aber was ist jetzt? Er hat uns verlassen.«

Die Klage des Gideon ist so alt wie die ältesten Teile der Bibel. Und trotzdem ist sie so aktuell wie eh und je. Vielleicht hast auch du schon so gedacht oder auch geklagt wie er: „Ach Gott, wenn du wirklich für mich da bist, warum geht es mir dann so schlecht?“

Was die Israeliten zur Zeit Gideons betrifft, sagt die Bibel: ‚Der Grund ist, weil ihr den Göttern anderer Völker nachgelaufen seid.‘ Ich denke schon, dass da was dran ist. Denn auch ich verstehe Gottes Wort als eine Anleitung zum guten Leben. Wer die zehn Gebote beachtet sei es in der Ehe, in der Familie, am Arbeitsplatz in der Nachbarschaft und auch sonst, dem bleibt wohl eine ganze Menge Stress erspart und seinen Mitmenschen auch. Erst recht betrifft das das Liebesgebot Jesu.

Und trotzdem kann es dir schlecht gehen und mir auch. Und du wirst wahrscheinlich keine Antwort finden. Und ich werde dir und mir auch keine geben können. Tatsache ist, wir leben in einer Welt, die so ist wie sie ist mit ihren Licht- und Schattenseiten. Tatsache ist, ich bin so wie ich bin, mit meinen Licht- und Schattenseiten. So ist die Wirklichkeit, so ist das Leben nun mal von Gott geschaffen. Ein anderes gibt es nicht. Aber ich klage deshalb nicht. Jedenfalls nicht jetzt. Alles in allem geht es mir in dieser Zeit und in diesem Land besser als den meisten anderen Menschen auf der Welt und in der Geschichte. Ja, ich liebe mein Leben und hänge an ihm. Und bei allem, was auch schwer war und schwer ist, bin ich doch Gott dankbar, dass er es mir geschenkt hat.

Und wenn ich nun den Lehrtext lese, frage ich auch: ‚Wie kann es sein, dass es für diejenigen, die Jesus ganz nahe stehen, einen Sturm gibt, den sie fürchten wie den Tod?‘ Wie kann es sein, dass du und ich, die wir doch glauben, in solche Stürme geraten können? Ob die Antworten, die wir uns dann zurechtlegen, auch befriedigen?

Ich muss es akzeptieren, dass stürmische Zeiten zu meinem Leben dazugehören. Aber ich kann auch zugeben, dass ich sie bisher alle überstanden habe. Wohl habe ich meine seelischen Narben davongetragen, aber ich bin nicht untergegangen und nicht zerbrochen. Und du doch auch nicht. Und darum sage ich:

Gebet: Herr, du hast damals den Sturm der Angst in den Herzen deiner Jünger gestillt. Du hast das auch bei mir getan, nicht nur einmal. Manches Mal wusste ich nicht mehr, wie es weitergeht. Doch du hast mir einen neuen Weg gezeigt. Manches Mal schien meine Hoffnung zu erlöschen. Doch du hast das Feuer wieder entfacht. Von diesen Erfahrungen zehre ich. Sie helfen mir, dass ich zuversichtlich bleibe.

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr                                       

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