Donnerstag, 4. März 2021

Liebe statt Blut. Friede statt Leid. hl

Losung: Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Jeremia 29,11 

Lehrtext: Es hat Gott gefallen, alle Fülle in Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Kolosser 1,19-20

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du welche, die unversöhnlich sind und mit sich selbst und anderen im Unfrieden leben? Ich will zunächst einmal mich selbst fragen: „Hans, wem trägst du etwas nach? Gegen wen hegst du einen, vielleicht geheimen Groll? Hast du Frieden in deinem Herzen und lebst auch im Frieden mit deinen Mitmenschen?“

Hm, unangenehme Fragen. Also wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann fällt mir schon jemand ein. Und das hat mit Kränkungen zu tun, die mir zugefügt wurden und von denen ich normalerweise meine, dass ich sie überwunden hätte. Aber ganz tief in mir spüre ich schon noch etwas von dem ursprünglichen Schmerz und zumindest ist eine tiefe, menschliche Enttäuschung zurückgeblieben. Aber habe nicht auch ich andere gekränkt und enttäuscht? Vielleicht habe ich das manchmal gar nicht gemerkt, weil ich mein Verhalten nicht so ernst genommen habe. Wer weiß, was man mir alles nachträgt. Und Frieden in meinem Herzen? Habe ich den? Manchmal ja, manchmal nein.

Und wie ist das bei dir?

„Gott“, so sagt der Lehrtext, „hat durch Christus alles mit sich versöhnt, es sei auf Erden oder im Himmel.“ Und das bedeutet doch wohl, wenn da „alles“ steht, dass dann wirklich auch alles gemeint ist. So hat es Paulus geglaubt. Und das glaube ich auch, dass Gott keinen Groll gegen seine Menschenkinder hegt, dass er uns nichts nachträgt, obschon er wegen unserer Lieblosigkeit und Gier allen Grund dazu hätte. Er lebt mit uns im Frieden.

Aber, und da verstehe ich Jesu Sterben am Kreuz anders: Gott hat diesen Frieden nicht durch das Blut des gefolterten und sterbenden Jesus „gemacht“. Sondern im qualvollen Tod am Kreuz wurde sein Friede sichtbar. Jesu Blut hat nicht er selbst (HFA und GNB), hat nicht Gott, sondern haben die damaligen Machthaber in Staat und Kirche vergossen: der römische Militärpräfekt Pontius Pilatus und der Hohepriester Kaiphas, auch wenn sie diese schmutzige Arbeit andere haben machen lassen. Doch für meinen Glauben entscheidend ist nicht, dass sie ihn umgebracht haben, sondern wie Jesus reagiert hat. Er hat nicht zurückgeschlagen. Er hat seine Mörder und Feinde nicht verflucht. Er starb nicht im Hass. Er hat für sie gebetet, dass der barmherzige Gott und Vater ihnen vergeben möge. So ist er den Weg der Liebe und des Friedens bis zum Ende gegangen.

Damals wurde am Kreuz offenbar, wie weit und tief Gottes Liebe und sein Friede reichen. Seine „Gedanken des Friedens“ (Losung) galten den Juden schon zur Zeit des Alten Testaments lange vor Jesus. Sie galten und gelten uns Christen. Sie galten und gelten ausnahmslos allen seinen Geschöpfen durch alle Zeiten. Aber dass seine Liebe und sein Friede auch seinen Feinden gilt, das wurde erst durch den gekreuzigten Jesus offenkundig. Das erst lässt mich rückhaltlos vertrauen, dass ich mit Gott versöhnt bin und mit ihm in Frieden lebe, egal wie ich bin, egal, was ich ihm und meinen Mitmenschen schuldig bleibe.

Denn auf mich kommt gar nichts an. Aber auf Jesus Christus, in dem Gott selbst leidet, stirbt und aufersteht, kommt alles an. Jedoch auf seine Liebe und nicht auf sein Blut, als ob das eine Substanz mit Zauberkräften wäre, so eine Art Sünden- und Seelenwaschmittel. Diese magische Vorstellung vom versöhnenden Blut kommt aus den Opferriten der altorientalischen Religionen, auch des damaligen Judentums. Der Tempel von Jerusalem war das größte Schlachthaus im Lande. In ihm wurde das Blut von Tieren hektoliterweise vergossen in dem religiösen Wahn, Gott damit gnädig zu stimmen. Mit der damals üblichen Opfervorstellung versuchten auch die Verfasser der neutestamentlichen Schriften den Tod Jesu zu verstehen und ihm einen Sinn zu geben. Aber Jesus ist weder unser Schlachtopfer (Opferlamm) noch Gottes Blutopfer . Der ganze Opfergedanke ist mit dem Evangelium, der frohen Botschaft von Gottes Liebe in Jesus nicht vereinbar. Warum er dennoch in der Bibel und in den Kirchen bis heute eine so große Rolle spielt, müssen die Psychologen und Therapeuten klären.

Zuletzt noch einmal zu den Fragen, die ich mir eingangs gestellt habe: Bin ich versöhnt mit meinen Mitmenschen und lebe ich mit ihnen und mit mir selbst im Frieden? Die Antwort muss heißen: nein, zumindest nicht mit allen. Von Jesu Feindesliebe bin ich weit entfernt und werde sie in diesem Leben auch nicht mehr erreichen. Doch sie kann auch meine Unversöhnlichkeit heilen. Solange ich mich ihr öffne, befinde ich mich auf dem Weg der Genesung und des Friedens.

Gebet: Mein Gott, wie gut, dass du Gedanken des Friedens für deine Menschen hast und nicht einmal daran denkst, uns Leid zuzufügen (Losung). Von dir habe ich nichts zu befürchten. Du strafst niemand und tust niemand weh. Du vergibst und heilst. Du bist meine Zukunft und Hoffnung. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr                                       

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Kommentare:

  1. Ich fand das schon immer nicht schlüssig für meinen Glauben,daß Gott Jesus geopfert haben soll,es waren doch wir Menschen, die ihn gekreuzigt haben.
    ......aber Gott hat es wohl gewusst, daß es so kommen würde,oder?

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  2. Lieber Gott –

    jeden Tag aufs Neue vertraust und liebst Du mich
    auf all meinen Wegespuren auf vollkommene
    Weise. Oft bemerke ich es oberflächlich nicht –
    doch achtsam spüre ich Deinen Atem und Segen.
    Förderst meine Gaben – ermutigst mich
    sie in das Ganze wohltuend einfließen zu lassen.

    Gibst mir wunderbare Freundesbegleiter
    an meine Lebensseite – die mir beistehen – mich
    verstehen, bei allem was zwischen Licht und Schatten an Erfahrungen auf mich wartet.
    Unterstützen – trösten – tragen in
    menschlicher Gestalt das – was Du so
    unendlich vom puren Herzen gibst.

    Du bewertest und verurteilst mich nie.
    Nimmst mich an. Akzeptierst und liebst mich
    mit allem was ich bin. Spüre Deine sichere
    Geborgenheit – die mich auffängt – wenn ich strauchele oder zu sehr nachdenke.

    Lässt mich eigenständig den Sinn des Seins
    erkennen – begreifen – umsetzen.
    Ich wurzele in Dir – mehr als mir bewusst ist.
    Meine Seele wie Herz sind stetig mit Dir verknüpft.

    So möchte ich Dir aus der Tiefe meiner
    Seelenkörperhaut DANKESCHÖN sagen.
    Wissend wie sehr Dein Segen meinen
    Alltag bereichert – beglückt – befriedet.
    Atemgeschenk das Inhalt erhält.
    Empfängt – zufrieden Freude wie Dankbarkeit
    vervielfältigend weitergibt.
    Liebe ist eine unversiegbare Quelle –
    sie erzeugt Licht – Frieden – Toleranz und
    die reale Chance auf weltweite Verständigung.

    Jeder Wandel wie Veränderung enthält
    Einsichtshorizonte – neues Potenzial wie Chancen.

    Danke Gott – dass Du mich Deine Gegenwart
    so wunderbar spüren lässt.
    Unsere Herzseelendialoge fein und still
    heben den Blick aufs Wesentliche.
    Ich nehme achtsam Deine Hände
    voller Liebe und Dankbarkeit
    im Wissen um Dein segensreiches Lotsen.
    Ich lasse das kostbare Atemgeschenk sinnig
    in die Ganzheit dieser Welt einfließen –
    zum Wohle aller zum Schaden von keinem.
    Danke – dass Du mir so vertraust.

    © Beate Loraine Bauer

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    1. Herzlichen Dank für das Gebet. Es spricht mir aus dem Herzen.

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  3. Als ich Dr.Wealthy fand, musste ich unbedingt meinen Ex-Liebhaber zurückbringen. Er hat mich für eine andere Frau verlassen. Es ging so schnell und ich hatte überhaupt kein Mitspracherecht in der Situation. Er hat mich nach 3 Jahren ohne Erklärung abgeladen. Ich kontaktierte Dr.Wealthy und er sagte mir, was ich tun musste, bevor er mir helfen konnte, und ich tat, was er mir sagte, nachdem ich das gegeben hatte, was er wollte, sprach er einen Liebeszauber, um uns zu helfen, wieder zusammen zu kommen. Kurz nachdem er seinen Zauber ausgeführt hatte, fing mein Freund wieder an, mir eine SMS zu schreiben und fühlte sich schrecklich für das, was er mir gerade angetan hatte. Er sagte, ich sei der wichtigste Mensch in seinem Leben und er weiß das jetzt. Wir zogen zusammen und er war offener für mich als zuvor und er begann mehr Zeit mit mir zu verbringen als zuvor. Seit Dr.Wealthy mir geholfen hat, ist mein Partner sehr stabil, treu und mir näher als zuvor. Ich kann Dr.Wealthy jedem empfehlen, der Hilfe benötigt. E-Mail: wealthylovespell@gmail.com. Rufen Sie ihn an oder fügen Sie ihn auf WhatsApp hinzu über: +2348105150446 Dr.Wealthy

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