Samstag, 24. September 2022

Gute Nachricht, schlechte Nachricht hl

Losung: Ich will heimsuchen die Leute, die träge auf ihren Hefen liegen und sprechen in ihrem Herzen: Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun. Zefanja 1,12 

Lehrtext: Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: 15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du kalt oder warm wärest! 16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich und habe mehr als genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Offenbarung 3,17-18 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

na, hast du Lust auf eine schlechte Nachricht, auf ein Dysangelium, welches das Gegenteil vom Evangelium ist? Merkwürdigerweise gibt es Christen, die lechzen förmlich nach Gerichts- und Drohworten Gottes und suhlen sich im Blut, von dem in der Bibel nicht nur beim Propheten Zefanja 1,11-18 und in der Offenbarung (zB Kapitel 8+9+16) die Rede ist. Sie selbst halten sich freilich für gerecht und meinen, dass Gott sie erwählt und von seinem Blutgericht ausgenommen habe.

Aus meiner Sicht ist das, gelinde gesagt, nicht gesund. Natürlich können jene Christen auf verhältnismäßig viele Bibelstellen im Alten und sogar im Neuen Testament verweisen. Aber der Verweis auf Bibelstellen ist noch kein Beweis für ihre Wahrheit. Jesus ist die Wahrheit, heißt es bei Johannes im Kapitel 14 Vers 6. Was mit ihm und seiner guten Botschaft nicht übereinstimmt, ist vielleicht interessant, aber nicht relevant, also nicht wichtig. Deswegen mochte auch Luther die Offenbarung nicht.

Gottes Majestät und Größe

Dass manche Verfasser der biblischen Schriften damals so gedacht haben wie Zefanja und der Johannes der Offenbarung, kann ich aufgrund des damaligen Weltbildes noch verstehen. Wer aber heute noch so denkt und so daherredet, macht aus Gott, dem Schöpfer des Universums, eine lächerliche Karikatur.

Wir heute haben das Glück oder besser die Gnade, dass wir einen völlig anderen Begriff von der Größe und Majestät Gottes haben können. Er hat es am wenigsten nötig, den winzigen Menschen auf dem winzigen Staubkorn Erde zu drohen und sie zu bestrafen. Aber er ist sich nicht zu groß, zu gut und zu erhaben, als dass er sich uns in Liebe zuwenden will, weil er selbst Liebe ist (1. Johannes 4,16b).

Gebet: Herr, deine Gedanken sind höher als meine Gedanken und deine Wege als meine Wege. Ich kann nur denken, was menschlich ist und bin gefangen in meiner Menschennatur. Du aber denkst, sagst und tust, was göttlich ist. Das erfahre ich im Evangelium von Jesus Christus und dafür danke ich dir. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr
 

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