Losung: Es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen. 1.Samuel 12,22
Lehrtext: Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8
Liebe Leserin, lieber Leser,
"Nicht aus euch: Gottes
Gabe ist es." Dieser Satz ist für den einen bitter und für den anderen
süß. Bringt er doch auf den Begriff, worum es im Glauben geht: Nicht ums Tun,
sondern ums Empfangen. Nicht ums religiöse sich Abstrampeln, sondern darum, die
Füße still zu halten und sich beschenken zu lassen. Die Bibel nennt das Gnade.
Alle Welt, sogar
Nichtchristen bestätigen das an Weihnachten, indem man sich gegenseitig
beschenkt. Aber wer versteht schon, was er da tut? Wem ist schon klar, dass er
auf diese Weise zeigt, wie Gott ist? Die Geschenke sind längst zum Selbstzweck
geworden. Oft will man mit ihnen etwas erreichen, Aufmerksamkeit zum Beispiel
oder eine heimliche Verpflichtung. Oder sie sind eine schöne Geste, wenn sie
gern und mit Liebe gegeben werden, um anderen eine Freude zu machen.
Der Sinn der Weihnachtsgeschenke
Doch der eigentliche Grund,
warum man sich an Weihnachten beschenkt, ist verloren gegangen. Denn zunächst geht
es nicht darum, dass wir uns gegenseitig lieben, sondern dass Gott uns liebt. Es geht nicht darum, dass wir etwas für ihn
tun, sondern dass er alles für uns tut. Das ist der ursprüngliche Sinn,
weshalb man sich an Weihnachten beschenkt. Unsere Geschenke sind ein Hinweis
auf sein Geschenk, auf Jesus, das Kind aus dem Stall.
Soweit, so gut. Aber kann
ich denn gar nichts beitragen, dass Gott freundlich zu mir ist? Ich würde ihm
doch so gerne zeigen, wie ernst es mir mit dem Glauben ist, wie sehr ich mich
bemühe, ihm zu gefallen und nach seinen Geboten zu leben. Unter uns Menschen
ist sowas doch ganz normal. Auch Gott verbietet mir meine religiösen
Aktivitäten nicht. Wenn es mir gut tut, mein Leben ganz und gar nach ihm
auszurichten, dann kann ich das tun. Nur gibt er mir dafür keine gute Note und
keinen Fleißpunkt. Leider. Denn was
wollte ich denn noch bei ihm erreichen, was er mir nicht längst getan und
geschenkt hat?
Er hat die Juden zu seinem
Volk gemacht. Nicht sie sich selbst. Er hat die Christen zu seinem Volk
gemacht. Nicht wir uns selbst. (Losung) Er hat beide, Juden wie
Christen gerettet und nicht sie aus sich selbst (Lehrtext). Und
das gilt auch für alle anderen Völker und Religionen. Wenn er der Handelnde ist und tut, was ihm gefällt, dann können wir weder
im Guten noch im Bösen daran etwas ändern. Alles ohne Ausnahme ist seine
Gabe ohne den geringsten Beitrag eines Menschen, ausgenommen den Menschen Jesus.
Für manche mag das bitter sein, weil sie gern etwas Besonderes sein und von ihm erwählt, also bevorzugt sein möchten. Für mich ist das süß, weil Gott mir keinen Stress macht und ich vor ihm kein schlechtes Gewissen wegen meiner Versäumnisse und Fehler haben muss. Losung und Lehrtext heute lassen mich aufatmen. Sie sind ein wesentlicher Grund, dass ich mich über meinen Gott freue.
Gebet: Herr, du hast dafür gesorgt, dass ich dir gehöre. Du hast mir die Angst genommen, dass ich verloren gehen könnte es sei im Leben oder im Tod. Denn auf dich kommt alles an und nicht auf mich. Deine Art ist es zu schenken, während wir und unsere Götter oft genug fordern. Wie befreiend ist diese gute Nachricht von dir! Wie befreiend ist deine Gnade! Amen
Herzliche
Grüße,
Ihr / dein Hans Löhr
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Moin, danke für diese befreiende Auslegung über Gottes Gnade.
AntwortenLöschenFreuet euch, freuet euch über die Erkenntnis, dass Gottes Gnade ewig ist.
Elisabeth