Donnerstag, 29. September 2022

Wie soll ich mich nur entscheiden? hl

Losung: Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach: Was sagt mein Herr seinem Knecht? Josua 5,14

Lehrtext: Jesus kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Lukas 22,41-43

Liebe Leserin, lieber Leser,

immer wieder mal kommt man in eine Situation, in der man unsicher ist, weil man nicht weiß, wie man sich jetzt verhalten, was man tun, was man sagen soll; kurz, wie man sich entscheiden soll. Mir geht es jedenfalls so. Manchmal habe ich es dann richtig gemacht, manchmal nicht. So viel ist jedenfalls klar, niemals werde ich immer alles richtig machen können. Ich muss es lernen, auch mit Fehlentscheidungen zu leben und dann trotzdem meinen Weg weitergehen.

Vor schwerwiegenden Entscheidungen nehme auch ich manchmal Papier und Bleistift in die Hand und mache eine Plus- / Minusliste: was spricht dafür? Was spricht dagegen? Manchmal berate ich mich auch mit anderen. Und manchmal bete ich. Dann sage ich Gott, was mich umtreibt. Das ist schon mal gut. Denn dann muss ich dazu meine Gedanken ordnen, formulieren und in Worte fassen. Manchmal weiß ich dann schon die Antwort. Aber noch besser ist es, wenn ich nach dem, was ich Gott gesagt habe, erst einmal schweige und höre, was er mir zu sagen hat (Losung).

Mit Gottvertrauen, Wissen und Gewissen

Manchmal weiß ich danach so viel wie zuvor. Manchmal aber weiß ich danach, was ich jetzt zu tun habe. Dann fällt eine Last von mir ab und ich bin motiviert, zu tun, wozu ich mich im Gebet entschieden habe. Ehrlich gesagt, eine Garantie ist das natürlich nicht, ob ich nun genau das Richtige tue. Aber wenigstens komme ich aus der quälenden Ungewissheit heraus und versuche mit Gottvertrauen sowie nach bestem Wissen und Gewissen die Dinge anzupacken, die angepackt werden müssen. In aller Regel mache ich damit gute Erfahrungen.

Allerdings ist mir auch klar, dass alles, was ich mir vornehme und ausführe, immer unter dem Vorbehalt steht, von dem im Lehrtext die Rede ist: »Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe.« Das gilt für alle meine Wünsche und Bitten, für alles, was ich mir von Gott erhoffe. Und deshalb sollte dieser Satz auch der Schlusssatz meiner Gebete sein. Und deshalb steht er auch im Vaterunser vor den letzten vier Bitten, die wir für uns sagen:

Gebet: Mein Vater im Himmel, dein Wille geschehe:
Mein tägliches Brot, alles, was ich zum Leben brauche, gib mir heute, so wie du es bisher getan hast.
Dir vertraue ich, dass du mir meine Schuld vergibst und mich stärkst, auch denen zu vergeben, die an mir schuldig geworden sind.
Du wirst mich davor bewahren, dass ich in die Versuchung gerate, zu verzweifeln, die Liebe zu verraten und dich zu verlassen.
Du wirst mich immer wieder befreien von dem Bösen in mir und um mich, bis ich einmal ganz frei bin bei dir. 
Denn du regierst mich, gibst mir Kraft und bist herrlich in dieser und in jener Welt. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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5 Kommentare:

  1. Es ist schön zu lesen,dass auch Sie das "Vater Unser "mit ihren Worten ergänzen.
    Das habe ich mir auch zur Gewohnheit gemacht.
    Auch ich habe die Erfahrung gemacht,Entscheidungen die mir schwer fallen,dem Vater oder Jesus zu übergeben und darauf zu vertrauen,das ich geleitet werde.
    Danke auch heute wieder für Ihre Auslegung
    Ute

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  2. Danke für dieses schöne Vater Unser.
    Gottes Segen für uns alle
    Elisabeth

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  3. Vielen Dank für die Worte zum Tagesstart.

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  4. Es ist jeden Tag schön, mit Ihren positiven Worten in den Tag zu gehen. Herzlichen Dank dafür!

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  5. Einen guten Morgen und Tag uns allen, auch ich danke Ihnen, lieber Hans Löhr, für die täglichen Losungsgedanken... so auch heute. Auch ich mache immer deutlicher die Erfahrung, dass ich leichter leben kann, seit dem ich ganz bewusst im Gebet meine Sorgen abgebe und darauf vertraue, dass mich unser Schöpfer leiten wird... und wie der Verlauf auch ist, versuche ich damit klar zu kommen. Und das schaffe ich dank Ihrer mutmachenden, trostreichen, stärkenden Worte. Immer wieder Danke dafür!
    Herzliche Grüße in die Runde von Annelie.
    P. S.
    Meine 12 und 8-jährigen Enkelkinder Mattheo und Elisa werden am Wochenende getauft, auch dafür bin ich dankbar und froh.

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