Freitag, 9. Dezember 2022

Getragen im Leid hl

Losung: Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Jesaja 53,4 

Lehrtext: Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst. Hebräer 12,3 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

schön, dass man heute viele Krankheiten heilen und Schmerzen mit Medikamenten lindern kann. Dennoch gibt es noch genug Krankheiten, die nicht geheilt werden können und Schmerzen, die dir niemand abnehmen kann, nicht zuletzt die seelischen.

Aber dass ein anderer an meiner Stelle leidet, das will ich eigentlich nicht. Der unbekannte "Gottesknecht", von dem in der Losung die Rede ist, soll das für die Menschen zur Zeit des Propheten Jesaja getan haben. Nun, das ist lang her, sehr lang, viele Jahre vor Jesus.

Was ich aber will, ist, dass ich in meiner Krankheit und in meinen Schmerzen nicht alleingelassen werde. Dass da jemand bei mir aushält, der meine Last mitträgt. Und das kann am besten, wer selbst seelisch und körperlich gelitten hat und weiß, wie einem zumute ist. Christus ist dieser Andere. Er begegnet mir in den Menschen, die in meiner Not für mich da sind. Er begegnet mir aber auch im Gebet mitten in der Nacht, wenn ich allein bin. Er trägt nicht meine Krankheit und leidet nicht meine Schmerzen, aber er fühlt mit mir. Er trägt mich in meinem Leid und kann es mir so leichter machen.

Auf diese Weise hat das Bild des gekreuzigten Jesus schon manchen getröstet. Es zeigt Gott, der mit seinen leidenden Geschöpfen solidarisch ist, sich mit ihnen verbindet und verbündet gegen die Verzweiflung. Und mich soll es auch trösten, wenn mir danach ist, und mir Kraft geben, durchzuhalten und den Lebensmut hochzuhalten (Lehrtext). Einmal aber wird Christus mich mit allen meinen Lasten heimtragen zu meinem Schöpfer und Vater wie der gute Hirte sein Schaf.

Gebet: Herr, du selbst hast gesagt: „Komm zu mir mit deinen Lasten, ich will es dir leichter machen“ (Matthäus 11,28). Drum komme ich auch zu dir, immer wieder. Ich glaube dir, dass du mir helfen wirst, so wie du es bisher getan hast. Dir kann ich sagen, was mich bedrückt. Dir kann ich danken, wenn es mir wieder besser geht. Mein ganzes Schicksal mit seinen Höhen und Tiefen hast du in der Hand. Du kennst den Weg und weißt wie es weiter geht. So finde ich Ruhe in dir. Amen 

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr 

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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.

Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt. 

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2 Kommentare:

  1. Danke für diese Auslegung....Gott segne Sie Herr Löhr

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  2. Ihre Auslegungen tun immer wieder gut. Danke für diesen Dienst, den Sie tun. Was sind wir gesegnet mit diesem Glauben. Dafür bin ich jeden Tag sehr dankbar. Liebe Grüße aus dem hohen Norden von Frauke

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