Mittwoch, 16. November 2022

Du machst mein Leben hell hl

Losung: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und meiden das Böse, das ist Einsicht. Hiob 28,28 

Lehrtext: Gib acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. Lukas 11,35 

Liebe Leserin, lieber Leser,

zum besseren Verständnis bringe ich den Lehrtext im Zusammenhang und in einer neuen Übersetzung (HFA):

»Durch die Augen fällt das Licht in deinen Körper. Wenn sie klar sehen, bist du ganz und gar vom Licht erfüllt. Wenn sie aber getrübt sind, ist es dunkel in dir.
Deshalb
achte darauf, dass das Licht in deinem Innern nicht erlischt! Wenn du es einlässt und keine Finsternis in dir ist, dann lebst du im Licht – so als würdest du von einer hellen Lampe angestrahlt.« (Lukas 11,34-36)

Nach dem heutigen Wissensstand muss man sagen: Die Licht-Rezeptoren in den Augen empfangen Lichtwellen und geben sie als Impulse an das Gehirn weiter, wo sie zu dem für uns Menschen sichtbaren Licht verarbeitet werden. Wir „sehen“ also mit dem Gehirn vermittelst der Augen.

Mein Inneres entscheidet

Mir hilft dieses Wissen, den Lehrtext heute besser zu verstehen, sagt es mir doch, dass ich die Welt und meine Mitmenschen unterschiedlich betrachte*, verstehe und bewerte, je nachdem, wie es in meinem Inneren, also in meinem Gehirn (Herz, Seele) aussieht. Betrachte ich sie „mit den Augen des Glaubens“, also mit Gottvertrauen und Liebe, dann „sehe“ ich die Welt und meine Mitmenschen und auch mich selbst in einem anderen Licht als ohne Glauben. Dann sehe ich sie und mich eingetaucht und angestrahlt von Christus, der von sich sagt »Ich bin das Licht der Welt«. Dann bestimmt mich eine andere Weisheit und andere Einsicht (Lehrtext) als ohne dieses Licht.

Gebet:

Etwas in mir, zeigt mir, dass es dich wirklich gibt.
Ich bin gewiss, dass du lebst, mich kennst und mich liebst.
Du bringst mich zum Lachen, machst, dass mein Herz singt.
Du bringst mich zum Tanzen, meine Seele schwingt.
Ich atme auf in deiner Gegenwart.
Herr, du allein gibst mir Freude, die von innen kommt,

Freude, die mir niemand nimmt.
Herr, du machst mein Leben hell mit dem Licht deiner Liebe. (Albert Frey)

Herzliche Grüße

Hans Löhr

*Genaugenommen sehen wir nicht die Welt an, sondern die Welt sieht uns an, und wir entscheiden in unserem Gehirn, was wir da sehen und wie wir es bewerten. Wenn ich beispielsweise die Reste eines 2500 Jahre alten griechischen Tempels „anschaue“ (besser: wenn sie mich anschauen, also die Lichtwellen, die von ihnen ausgehen in meine Augen fallen), bin ich fasziniert. Ein anderer „sieht“ vielleicht nur Trümmer und alte Steine.                                                                               

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1 Kommentar:

  1. Danke für diese schöne Auslegung, Herr Löhr. Ja, ich möchte von innen leuchten und dein Licht und deine Liebe nach außen tragen mein Schöpfer. Herzlichst Elke

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